Gastbeitrag - Sarah: Das große Glück mag kleine Dinge

Montag, 5. September 2016 |

In diesen paar Worten steckt sehr viel Wahrheit. Nein, ich rede jetzt nicht wie viele andere über das Glück, ein Dach über den Kopf zu haben, jeden Tag eine warme Mahlzeit zu haben und abends sich ins warme Bett kuscheln zu können.               
Ich rede von den Momenten, die das Herz ein kleines bisschen höher hüpfen lassen und dem Leben ein wenig mehr Glitzer verleiht. Ja genau, Glitzer, denn es ist überall vorhanden. Man muss nur mit offenen Augen durchs Leben gehen, dann entdeckt man es.


Wer kennt das nicht: Am Ende eines Tages steigt man manchmal völlig kaputt oder grummelig aus dem Bus oder der Bahn, läuft die Straße entlang und der Blick ist zu Boden gerichtet. Eigentlich wartet man nur noch darauf, dass der Tag „nur noch besser“ werden kann. Und dann kommt diese eine Person – völlig fremd – dir entgegen und schenkt dir ein Lächeln. Im ersten Moment bist du völlig verdutzt, doch es heitert deine Laune auf. Alles, dank dieser einen fremden Person, die dir an einem blöden Tag ein Lächeln geschenkt hat. Tadaaa, und da ist auch schon das Glitzer. Das Leben ist zwar nicht rosa, aber es glitzert doch, ha.


Manchmal stecken wir in unserem Alltagstrott so sehr drin, dass wir die kleinen Dinge im Leben, die es so wertvoll machen, kaum noch wahrnehmen oder für selbstverständlich halten. Dann gibt es tatsächlich Momente, in denen man sich „Glück wünscht“. Und dann wiederum ist es aber auch so, dass wir einfach den Glauben daran verloren haben, also an das Glück, dem Glitzer. Warum es wohl so ist? Dafür gibt es bestimmt viele Theorien. Zum einen mag es ganz sicher daran liegen, dass wir Menschen Gewohnheitstiere sind und einige einfach zu rational denken und handeln. Das ist gewiss keinem zu verdenken. Vielleicht ist die Lösung doch so einfach. Nämlich einfach die Erwartungen ein wenig herunterzuschrauben und mit offeneren Augen durchs Leben gehen.


Vor kurzem musste ich an eine bestimmte Freundin denken und ich dachte mir, wie glücklich ich bin, sie in meinem Leben zu wissen. Ich habe ihr daraufhin eine Nachricht geschrieben, in der ich sie dies wissen ließ. Daraufhin habe ich ganz unbewusst eine Glitzerkette ausgelöst. Denn ihre Antwort strahlte viel Freude und Wärme aus. Was mich wiederrum glücklich machte. Man kann sich also auch gegenseitig ein bisschen mit Glitzer beglücken. Selbst die Tage, als ich abends im Supermarkt nach dem Feierabend einkaufen war, hellte sich meine Laune auf, als ich tatsächlich die letzte Schale Himbeeren in der leergefegten Obsttheke erwischte, denn ich hatte ein Beerenhunger auf dieses eine bestimmte Obst.


Wer das große Glück bisher gesucht hat, kann endlich mit der Suche aufhören und sich einfach zurücklehnen. Es nämlich da. Jeden Tag und jede Stunde, einfach so kostenlos direkt vor deiner Nase. Wie du es sehen kannst? Mach einfach nur die Augen auf und du siehst es in kleinen Portionen glitzern.

Text: Sarah
Bilder & Bearbeitung: Ich

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