aus dem Bauch heraus

Mittwoch, 27. April 2016 | 12 Kommentare

Du hast International Management studiert. International. Fremde Kulturen entdecken. Neues lieben. Keine Grenzen kennen. Die Welt entdecken. Immer unterwegs, immer auf dem Sprung. 

Anders als die anderen warst Du nie in der Welt Zuhause. Und du wusstest, du würdest es nie sein. Du hast dich dafür interessiert, du hast Sprachen geliebt, es gab keinen Studiengang, den Du lieber gemacht hättest, aber Du warst kein Globetrotter. 
Du liebst Reisen, aber Du bist nach den zwei Wochen Urlaub genauso froh, wieder Zuhause zu sein. Zuhause, in dieser kleinen, ruhigen Stadt, in der so wenig los ist und die bei Regen so hässlich sein kann, und es regnet oft in dieser Stadt. 

Du warst schon immer gegensätzlich. Still und laut. Gern allein und unter Menschen. Angekommen und doch unterwegs. Nähe liebend und entdeckungsfreudig. 

Du wusstest nicht, worauf Du dich einlässt. Es war etwas, wovor Du unglaublich Angst hattest, und was Dir gleichzeitig unwahrscheinlich reizvoll erschien. Beide Extreme in einer Sache. Und der Mut, die Neugier, haben gesiegt. 

Du hattest die Entscheidung nicht erst im Studium getroffen. Es war eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Die Entscheidung für den Studiengang, die mit sich auch das Auslandssemester brachte. Und vielleicht, denkst Du im Nachhinein, war das auch der Grund, warum Du dich für dieses Studium entschieden hast. Du wusstest, Du wolltest ins Ausland. Irgendwie nicht, aber irgendwie auch unbedingt. Und Du wusstest, in diesem Studium ist es Pflicht und es gibt keinen Weg zurück. Und wärst Du diesen Weg nicht gegangen, dann hättest Du es bereut, Dein Leben lang womöglich. Eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Die aber irgendwie schon lange feststand. Und eine Entscheidung, die dein Leben prägen würde, verändern. 

Du standest nicht 100% dahinter, glaubst Du im Nachhinein. Aber als es so weit war, hattest Du keine Wahl mehr. Die Entscheidung stand fest. Du erinnerst dich so gut an dieses Kribbeln, diese Ohnmacht, die dir fast die Kehle zugeschnürt hat und Du wusstest gleichzeitig, dies hier würde etwas ganz Großes, Besonderes werden. 

 #1: Strand // #2-#4: Gibraltar // #5&#6 in Cádiz // #7: Gibraltar

Der heutige Post ist ziemlich persönlich. Vor zweieinhalb Jahren war ich im Auslandssemester in Cádiz, Spanien. Ich hatte mir schon immer vorgenommen, darüber zu schreiben, aber ich hatte nie die Zeit und es sollte nicht einfach nur so dahin geschrieben sein, denn dafür war die Zeit einfach zu besonders. Jetzt habe ich die Zeit endlich gefunden und möchte einige meiner Gedanken zum Auslandssemester mit Euch teilen und natürlich einige Fotos zeigen. Wie gesagt, bei den Texten handelt es sich eher um Gedanken und Gefühle, als um einen reinen Erfahrungsbericht. Wenn Ihr genaue Fragen zum Auslandssemester oder Ablauf habt, könnt ihr mir die natürlich auch jederzeit stellen... :)

Ich bin super gespannt, wie dieser Post bei Euch ankommt und fast ein kleines bisschen nervös, wenn ich jetzt gleich auf "Veröffentlichen" klicke. Lasst es mich wissen. <3

Falls es Euch gefallen hat, dann schaut auf jeden Fall nächsten Mittwoch wieder hier rein, denn ich habe geplant, jetzt jeden Mittwoch einen Post zu meiner Zeit in Cádiz online zu stellen. 

Tell me would you let me in?

Freitag, 22. April 2016 | 12 Kommentare

 Auf den Fotos: Steffi // Fotos & Bearbeitung: Ich

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende! Ich zeige Euch heute noch die letzten Fotos aus dem Indoorshooting mit Steffi. Morgen hab ich ein tolles Blütenshooting, auf das ich mich auch schon freue und dann gibt es hier bald frühlingshafte Fotos zu sehen :) Übrigens arbeite ich gerade an einer Blogreihe, die mir persönlich sehr am Herzen liegt. Der erste Post dazu wird Mittwoch online gehen, ihr solltet also auf jeden Fall mal rein schauen :)

Wo willst du hin

Sonntag, 17. April 2016 | 17 Kommentare

 auf den Bildern: Steffi // Fotos & Bearbeitung: Ich

Und dann schaust Du mich an, mit Deinen großen, eisblauen Augen. 
"Wo willst Du hin?", fragst Du mich.
"Heute, morgen? In einem Jahr? Wo willst Du hin?"
Und ich schaue zurück und erwidere nichts. 
Weil ich es nicht weiß und weil ich es nicht sagen kann. 
Und die Stille zeigt uns die Wahrheit, die wir beide doch nie hören wollten.

--> Folgt mir auf: >>Facebook<< // >>Instagram<< // Snapchat: lea_sophiee91

Even the half smile would have slowed down all the time

Mittwoch, 13. April 2016 | 12 Kommentare

 auf den Bildern: Steffi // Fotos & Bearbeitung: Ich

"Ich schau' aufs Meer raus, der Wind peitscht ins Gesicht,
die Augen weit auf. Ab heute hält mich nichts,
ab heute hält mich nichts zurück." 
(Joris - Neustart)

Ich bin so motiviert im Moment, Fotos zu machen und ganz viel auf meinem Blog zu schreiben und zu posten, aber ich schaff es einfach zeitlich nicht. Schlimm ist das :D Ich hoffe, ich hab bald wieder mehr Zeit und sonst muss ich sie mir eben einfach nehmen :) Wer zwischendurch mal ein paar Einblicke in mein Leben haben möchte, der sollte mal auf Snapchat schauen, da bin ich etwas aktiver, weil es einfach so schnell geht :) --> lea_sophiee91 <-- Und sagt mir wie ihr da heißt! :)

Alles Liebe, Eure Lea

Fallen

Samstag, 9. April 2016 | 14 Kommentare


Manchmal fühlte sie sich wie die Tänzerin in einer Formation. Sie trug die gleiche Frisur, eine Flechtfrisur, das gleiche Outfit, das gleiche Lächeln, gar keins, wie ihre Mittänzerinnen. Sie versuchte, eine möglichst perfekte Tänzerin zu sein.


„Aber wann bin ich eine gute Tänzerin in meiner Formation?“, fragte sie sich, „wenn ich nicht falle? Wenn ich nicht auffalle? Wenn ich auffalle? Wenn ich den Zuschauern gefalle?“

Tanze ich wirklich, um nicht zu fallen?“

Manchmal fühlte sie sich wie eine Tänzerin. Und sie wusste nicht, in welcher Formation.

Text: Leo (auch eine ganz liebe Freundin von mir, die wundervolle Texte schreibt <3)

 Auf den Fotos: Stephanie B. // Fotos & Bearbeitung: ich


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Gastbeitrag: Sarah - Der Geist der Zeit

Sonntag, 3. April 2016 | 8 Kommentare


„Zurück in die Zukunft“ – wer kennt den Film nicht. Einfach in eine Zeitmaschine einsteigen, die einen zurück in die Vergangenheit versetzt und einem erlaubt, Momente noch einmal erleben und genießen zu dürfen. Mit den Menschen, die einen schon sehr lange im Leben begleiten oder mit einem lieben Menschen, von dem man Abschied nehmen musste, sei es aufgrund des Versterbens oder dass man sich auseinander gelebt hat, wie es manchmal bei Freundschaften vorkommt.  


Manch einer möchte sich gerne in den Moment zurückversetzen, als er den ersten Kuss mit seinem Partner erlebt hat, ein anderer möchte gerne noch einmal die letzten Stunden mit dem Menschen verbringen, dem man Lebe wohl sagen musste. Der Duft des Sommers, als man einen unvergesslich tollen Urlaub verbracht hat, das Knistern in der Luft als man eine unvergessliche Nacht hatte, die Freudentränen die man verspürte als man wusste, man hat wieder einen Meilenstein im Leben geschafft. Was uns in solchen Momenten kaum bewusst ist, ist die Tatsache, dass solche Momente zeitlich begrenzt sind. Sie sind limitiert, so zusagen eine limited Edition. Also etwas Besonderes. Etwas Einmaliges. Und daher sehnen wir uns eines Tages immer wieder nach diesen Augenblicken, weil sie schöne Erinnerungen für uns formen. Doch die Gewissheit darüber, dass es wirklich nur ein einmaliger Moment in unserem Leben war, bekommen wir erst, wenn viel Zeit ins Land gegangen ist, wenn wir unseren Alltag auch mit kleinen Momenten füllen.


Egal ob kleiner oder großer Moment, es sind Augenblicke die das Leben lebenswert und aufregend machen. Wenn ich mich nach Augenblicken, Erlebnissen, Momenten sehne, die in der Vergangenheit liegen, frage ich mich auch, ob ich diese bewusst genossen habe. Eine konkrete Antwort darauf habe ich noch nicht gefunden, denn wie gesagt, manchmal realisiert man erst im Nachhinein welche Magic Moments man leben durfte und welch unschätzbares Glück man hat, sie sogar mit seinen Liebsten teilen zu können.   


Die Vergangenheit ist etwas Schönes, sie bewahrt für uns viel auf, wie eine Schatztruhe ihr Gold. Sie ist eine Sammlerin voll guter Erinnerungen, grandiosen Momenten und unvergesslichen Augenblicken. Sie hütet es wie ihr Augapfel und gibt es auch nicht mehr her, denn es ist vergangen. Es ist geschehen und vollendet. Was uns bleibt, ist unser Gedächtnis. Es ermöglicht uns einen Rückblick. Es speichert für uns all die wertvollen Erinnerungen ab und wir können sie abrufen, wann immer wir wollen. Es ist ein wertvolles Geschenk. So reise ich für mich gerne in die Vergangenheit zurück. Und manchmal nehmen meine Liebsten mich oder ich sie in Gesprächen mit auf die Reise. Die Sehnsucht nach Zeitreisen hat mich eines gelehrt, und zwar, dass jeder Moment und Augenblick, egal ob groß oder klein, wichtig ist. Das Wort „genießen“ gewinnt eine neue Bedeutung. Zeit ist wichtig. Und sie vergeht viel zu schnell, wir können sie nicht aufhalten. Sie gleitet dahin, wie Sand in den Händen.

Text: Sarah
Bilder: von mir (schon älter)

Da der letzte Gastbeitrag von Sarah so gut bei euch angekommen ist, habe ich eine super Neuigkeit für Euch :) Und zwar wird es ab sofort jeden ersten Sonntag im Monat einen Post mit Texten von Sarah geben. Wir haben uns das so überlegt und schauen mal, ob das vom zeitlichen Abstand passend ist, eventuell wird sich das aber auch noch ändern :)
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