Fassaden unserer selbst.

Donnerstag, 29. Oktober 2015 | 15 Kommentare

 Model: Marlene // Fotos & Bearbeitung: Ich


"...mir wird mit plötzlicher Klarheit bewusst, dass wir Masken tragen, wir alle, ständig. 
Wir präsentieren der Welt und einander eine Fassade, eine Version von uns selbst. 
Wir zeigen stets ein anderes Gesicht, je nachdem, mit wem wir zusammen sind und was die jeweilige Person von uns erwartet. 
Selbst wenn wir allein sind, ist unser Gesicht bloß eine Maske, die Version von uns selbst, die wir gern wären..."
(S.J. Watson - Tu es. Tu es nicht.) 

Teil 1 aus diesem Shooting mit Marlene >KLICK<

Herbstliebe

Montag, 26. Oktober 2015 | 15 Kommentare

Zwischen einem tollen Shooting habe ich es nun auch mal wieder geschafft, einige schnelle Naturaufnahmen zu machen und den Herbst schön festzuhalten. Der Herbst und ich haben eine nicht ganz einfach Beziehung. ;) Einerseits liebe ich die wunderschönen bunten Herbstfarben, das goldene Licht und ich finde es ist vielleicht die schönste Jahreszeit zum Fotografieren - vorausgesetzt die Sonne scheint dann auch wirklich - denn das ist ja leider nicht immer garantiert.... Da wären wir auch schon beim nicht so schönen Teil des Herbstes.. ich bin der absolute Sommermensch und ich tanke einfach unglaublich viel Energie durch Licht und Wärme und das kommt mir im Herbst (und ganz zu schweigen vom Winter) einfach irgendwie zu kurz... Ich finde es gibt nichts schlimmeres, morgens aufzustehen und draußen Dunkelheit zu sehen und dann abends nach Hause zu kommen und draußen ebenfalls Dunkelheit zu sehen.. 
Wie geht es euch damit? Seid ihr Herbstmenschen oder eher Sommermenschen? <3

10 Gründe warum Fotograf der tollste Nebenjob der Welt ist.

Freitag, 23. Oktober 2015 | 10 Kommentare

Vor Kurzem erreichte mich eine Mail von Corwin, in der er mich dazu einlud, ebenfalls bei seiner Blogparade >"Fotograf, der beste Job der Welt"< mitzumachen. Das lasse ich mir natürlich nicht zwei mal sagen, denn wie die meisten von Euch wissen dürften, liebe ich die Fotografie und damit meinen Job über alles. 

1. Du bist dein eigener Chef. 



Nur Du allein bist für Dich verantwortlich. Du machst das, was Du willst und da redet Dir keiner rein (außer vielleicht Deinen Kunden). Du hast eine unglaubliche Freiheit im Bezug auf Jobs und Aufträge und kannst selber entscheiden, wozu Du Lust hast und wozu nicht. Politik und Machtspielchen gibt es da nicht! Natürlich heißt das auch, dass Du in finanziell schwierigen Zeiten auf dich selbst angewiesen bist, was das Einkommen angeht. 

2. Du hast tolle Kunden. 



Du lernst unglaublich viele (verschiedene) Menschen während Deines Jobs kennen. Wenn diese sich dann auch noch über Deine Fotos freuen und Du Sätze hörst wie "wow, so schöne Fotos hatte ich noch nie", dann weißt Du, dass Du das Richtige tust. 

3. Arbeitszeiten teilst Du selbst ein.



Wenn Du einen Morgen mal keine Lust hast um 6:30 Uhr aufzustehen, dann bleibst Du eben einfach im Bett liegen. Es interessiert keinen, wann Du die Bilder bearbeitest und Deine Shootingtermine machst Du schließlich auch selber ab. Natürlich heißt dies auch, dass Du auch am Wochenende arbeitest und dann, wenn andere Feierabend haben, noch vor dem PC sitzt. 

4. Arbeit fühlt sich nicht an wie Arbeit.



Du arbeitest und merkst eigentlich gar nicht, dass Du arbeitest, weil Dir dein Job so viel Spaß macht. Da kann es schon sein, dass die Zeit wie im Flug vergeht und Du denkst "Mist, schon wieder Feierabend". 

5. Du kannst kreativ sein. 



Du kannst (und musst!) Deiner Kreativität freien Lauf lassen und Dich selbst in den Bildern verwirklichen. Natürlich musst Du bei Kundenshootings auch immer darauf achten, dass auf die Wünsche Deiner Kunden ausreichend eingegangen wird, aber prinzipiell hast Du "freie Hand" was Bildidee, Bearbeitung und Konzept angehen. Ganz abzusehen von Deiner eigenen Werbung, Deinem Onlineauftritt, ...

6. Du erlebst emotionale Momente.



Du bist die Person, die ganz nah dabei ist. Seien es die ersten Stunden des Neugeborenen Babys, der Kuss während der Hochzeitsfeier oder die kleine Träne, die der Bräutigam beim Anblick seine Frau verdrückt. Du hältst diese Momente fest und das macht einfach Spaß. 

7. Du kannst dich selbst weiterbilden.



Und das solltest Du auch! Niemand zwingt Dich dazu, Dich weiter zu bilden und Du musst erst recht nicht langweilige Weiterbildungen besuchen. Aber wenn Du Lust hast, kannst Du Workshops belegen, Dich mit anderen Fotografen austauschen, Bildbearbeitungsmethoden lernen, Webinare mitmachen, ...

8. Jeder Tag ist anders. 



Ja, das ist wirklich so. Jeder Tag ist anders, jeder Kunde ist neu und hat seinen eigenen Charakter, jedes Event bringt unvorhergesehene Herausforderungen mit. Kein Tag ist der gleiche und genau das macht es doch spannend oder nicht?!

9. Du suchst Kunden selbst aus. 



Du bist nicht gezwungen, einen Auftrag anzunehmen (maximal finanziell). Deine Kunden wählst Du allein aus und wenn jemand verdrehte Anforderungen hat, bist Du nicht auf den Kunden angewiesen, sondern kannst Dir jemand anderes suchen. 

10. Du machst mehrere Jobs in einem. 



Du bist nicht nur Fotograf. Du bist so viele Dinge in einem. Du bist Fotograf. Buchhalter. Creative Director. Marketing Spezialist. Chef. Webdesigner. Kundenberater. Kaffeekocher. 
Du bist all das. Du bist das, was Du willst. Und genau das macht es aus. 


Zwei Dinge sollten zuletzt noch gesagt werden. 
Erstens - nur mal so by the way - liebe ich meinen Hauptjob im Marketing eines Lebensmittelunternehmens genauso sehr, denn auch da kann ich mich kreativ ausleben. 
Und zweitens für alle die vielleicht noch kein Geld mit Fotografie verdienen - es gibt auch mehr als genug Schattenseiten des Berufs/Jobs. Diese habe ich hier nicht aufgeführt, weil es dann ja nicht mehr dem Sinn des Beitrags entsprechen würde. Bei Interesse kann ich auch gerne noch einmal darüber schreiben. 

Break your plans.

Dienstag, 20. Oktober 2015 | 17 Kommentare

 Vor der Kamera: Sophie // Fotos & Bea: Ich

Ihr merkt, langsam wird es herbstlicher hier auf meinem Blog. Heute zeige ich euch den ersten Teil aus dem Shooting mit Sophie. Sophie hat Vitiligo, die sogenannte Weißflecken Krankheit, bei der sich auf der Haut weiße Stelle bilden (bei Sophie zum Beispiel um die Augen herum). Ich finde gerade solche "Schönheitsmakel" machen einen Menschen erst aus! :-)

Time was thrown at the wind

Samstag, 17. Oktober 2015 | 13 Kommentare

 Vor der Kamera: Marlene // Fotos & Bearbeitung: Ich

Teil 2 aus diesem Shooting: >KLICK<

mein Allrounder, der eigentlich kein Allrounder ist: Tamron 90 mm 2.8 Objektiv

Mittwoch, 14. Oktober 2015 | 8 Kommentare

Irgendwie komme ich ja ursprünglich von der Makrofotografie, was auch der Grund dafür ist, dass ich das Tamron Objektiv 90mm 2.8 habe. Ich habe früher immer ganz viele Nahaufnahmen fotografiert (aufmerksame und lange Blogleser wissen das mit Sicherheit noch) und bin dann erst irgendwann zur Portraitfotografie gekommen. Früher habe ich viel mit Makrolinsen gemacht und konnte mir dann irgendwann den Traum vom Makrobjektiv erfüllen. 

 Was ist das für ein Objektiv?

Bei dem Objektiv handelt es sich um eine 90mm Festbrennweite mit einer Offenblende von 2.8. Das Objektiv wird als "Makroobjektiv" verkauft und hat eine sehr geringe Einstellentfernung von 0.29 m, was heißen soll, dass ihr sehr nah an das Objekt herangehen könnt, welches ihr fotografieren möchtet.  Der Abbildungsmaßstab ist 1:1, was mir bei einem Makroobjektiv sehr wichtig ist - soll heißen: fotografierter Gegenstand und Abbildung sind gleich groß. Preislich liegt das Objektiv bei um die 400 Euro, was zunächst natürlich erstmal nicht wenig ist, meiner Meinung nach aber mehr als gerechtfertigt. Das Objektiv ist zwar komplett aus Kunststoff, wirkt aber dennoch hochwertig und ist dadurch natürlich verhältnismäßig leicht. Im Lieferumfang sind Frontdeckel, Rückendeckel und eine Gegenlichtblende enthalten. Eine Tasche für das Objektiv sucht man leider vergebens. Da ich  immer alle Objektive ohne Tasche in meinen Rucksack packe, hat mich das nicht weiter gestört. Dennoch könnte man das bei dem Preis natürlich schon erwarten. 

Wofür eignet sich das Objektiv? Und für wen?

Das Objektiv eignet sich perfekt für Nahaufnahmen, denn ihr werdet merken, dass ihr mit Eurem Standardobjektiv bei Makrofotografie schnell an die Grenzen kommt. Mit Nahlinsen könnt ihr bei Makrofotos auch schon ganz gute Ergebnisse erzielen (wer dazu etwas lesen möchte, kann einmal >HIER< klicken), richtig Spaß macht es aber meiner Meinung nach wirklich mit einem Makroobjektiv. Ich wollte das Objektiv anfangs nur für Naturaufnahmen und nicht für Portraits nutzen, aber das hat sich ziemlich schnell geändert... Ich habe einmal damit Portraits fotografiert und es geliebt!!! Das Bokeh ist einfach wunderschön, die Bilder sind selbst bei Offenbarende 2.8 schön scharf und klar und ich finde es sehr praktisch, dass ich durch die 90mm Brennweite, den Personen vor meiner Kamera nicht zu nah "auf die Pelle" rücken muss. 
Selbst bei Ganzkörperportraits nutze ich das Objektiv mittlerweile fast immer. Zugegeben, man ist nicht so flexibel und muss sich relativ viel bewegen, bei meinen Outdoorshootings habe ich ja aber meistens genug Platz um den benötigten Abstand zwischen Person und Objektiv zu haben. ;) 

Das Objektiv eignet sich für Euch, wenn ihr euch nicht mehr als reinen Anfänger in der Fotografie bezeichnen würdet (dann würde ich euch das 50 mm 1.8 empfehlen, Link seht ihr weiter unten) und insbesondere mit Nahaufnahmen arbeiten wollt. Hier müssen es ja auch keine Naturaufnahmen sein - ich nutze das Objektiv auch super gerne für Detailaufnahmen bei Hochzeiten (Ringe, Deko, etc. ). 
Ihr solltet allerdings gut überlegen, ob nicht vielleicht doch ein Zooobjektiv für Euch die bessere Wahl ist, denn nicht jeder läuft gerne so viel bei seinen Shootings. 

Welche Vor - und Nachteile hat das Objektiv?

Vorteile:
- Objektiv liefert scharfe und klare Bilder, selbst bei Offenblende
- sehr leiser und treffsicherer Autofokus, Objektiv fokussiert innen
- gut geeignet für Makroaufnahmen
- (meiner Meinung nach) super Brennweite, die (an Vollformatkamera) ein sehr realistisches Bild wiedergibt und auch für Portraits gut geeignet ist
- verhältnismäßig leicht

Nachteile: 
- nicht ganz günstig (aber Preis-Leistungsverhältnis stimmt!!!)
- Tasche im Lieferumfang nicht enthalten
- Objektiv aus Plastik (stört zwar nicht, aber man könnte bei dem Preis etwas besseres erwarten)

Mein Fazit

Wer ein gutes Makroobjektiv sucht, sollte hier definitiv mal genauer hinschauen. Aus meiner Fototasche ist dieses Objektiv nicht nur nicht mehr wegzudenken - mehr noch: es ist mein absolutes Lieblingsobjektiv. Ich kann es demnach absolut empfehlen, wenn man die entsprechende Verwendung dafür hat.

Wer noch mehr Beiträge zu diesen Themen lesen will schaut mal hier:

- Post zu meinem Fotoequipment (>KLICK<)
- Review Canon 50mm 1.8 (>KLICK<)
- Post zu meinen Makrolinsen (>KLICK<)

...und alles beginnt sich zu drehen...

Sonntag, 11. Oktober 2015 | 9 Kommentare

Model: Eleonore // Fotos, Video, Bearbeitung: Ich


 ...der zweite Teil des Late Summer Shootings kommt mit Making Off Video :D (Bitte seid gnädig mit meinen Filmkünsten, es ist das allererste Video, welches ich gedreht hab). Wer den ersten Teil von unserem Shooting noch nicht gesehen hat, kann hier einmal schauen: >KLICK<

Und jetzt brauche ich Eure Meinung. Ich will wieder mehr Posts zum Thema "Infos, Tipps, Tricks, Wissenswertes,..." zur Fotografie schreiben. Gibt es Themen, die euch interessieren? Was würdet ihr gerne lesen? Habt ihr irgendwelche Fragen, die ich eventuell beantworten könnte,...?


Do you believe in hunting heaven?

Mittwoch, 7. Oktober 2015 | 15 Kommentare


 Auf den Bildern: Lena // Fotos & Bearbeitung: Ich

Ungleich gleich.

Sonntag, 4. Oktober 2015 | 12 Kommentare

Hast Du solche Freunde, die schon Dein Leben lang bei Dir sind? Die Dich kennen, seit Du klein bist und die früher alles gemeinsam mit Dir ausgeheckt haben? Ihr teilt alle Erinnerungen, alle gemeinsamen Erlebnisse - erster Schultag, erstes Mal shoppen gehen, erste Liebe, erster Liebeskummer, erste Freundschaften, die zu Bruch gehen und Eure hält trotzdem.
Solche Freunde, die alle Deine Veränderungen mitgemacht haben? Ihr habt Euch zusammen verändert, weiter entwickelt, aber irgendwie auch nicht immer. Ihr habt andere Wege eingeschlagen, manche kurzfristig, manche von Dauer, manche haben Euch in ganz andere Richtungen geführt, voneinander weg zwischenzeitlich. Eigentlich bist Du ein ganz anderer Mensch geworden, seit damals, wenn Du mal genauer überlegst. Und Deine Freunde sind immer noch für Dich da, genau wie früher, auch wenn ihr vielleicht gar nicht mehr so seid wie früher, aber irgendwie doch. Ihr seid so unterschiedlich, ungleich, aber doch irgendwie ähnlich. Ihr seid so ungleich gleich. 
Hast Du solche Freunde, die Du nur selten siehst und mit denen Du seltener Kontakt hast, die Dir aber dennoch unglaublich viel bedeuten? Jedes Mal wenn Ihr Euch seht, nach einem Jahr vielleicht teilweise erst, ist es wie immer . Ihr redet einfach los, ihr holt die ganze Zeit auf, die ihr euch nicht gesehen habt, so als wäre das gar nicht gewesen. Ihr redet die ganze Nacht durch und irgendwann fällt Euch auf, dass es morgen ist und ihr lacht und merkt wie sehr ihr Euch vermisst habt, in der Zeit wo ihr euch nicht gesehen habt. Aber auch wenn ihr Euch nur so selten seht, es funktioniert und Eure Freundschaft leidet darunter nicht, und das ist ja irgendwie auch was total Besonderes, oder etwa nicht?!
Hast Du solche Freunde, die Dir so unfassbar ähnlich sind, dass Du es manchmal selbst gruselig findest? Die einfach irgendwann da sind, durch einen doofen Zufall und irgendwie merkst Du, dass diese ja eigentlich fremde Person so viele Gemeinsamkeiten mit Dir hat und so viele von Deinen Eigenschaften, Interessen, Einstellungen teilt, dass Du es wirklich gruselig findest. Und diese Person entwickelt sich eben gerade deshalb so schnell zu so einem guten Freund, weil sie dich schon kennt ohne dass sie dich eigentlich kennt, weil sie selber einfach ganz genau so tickt wie Du.
Hast Du solche Freunde, mit denen Du über alles reden kannst? Die für Dich da sind, was immer Du gemacht hast, ganz egal, wie verzwickt die Situation auch sein mag? Hast du solche Freunde, die dich besser kennen als Du Dich selbst manchmal? Vor denen Du nichts verstecken kannst, weil sie ganz genau sehen, dass es Dir nicht gut geht und dass Du ihnen und Dir selbst etwas vormachst? Freunde, mit denen Du weinen kannst? Freunde, mit denen Du Dich nicht streiten kannst, weil Du nach kurzer Zeit einfach gar nicht mehr böse sein kannst? Freunde, die sich wirklich Zeit nehmen und nicht neben Dir sitzen und nur auf ihr Handydisplay schauen? Hast Du Freunde, die wirkliche Freunde sind?
Ich habe solche Freunde. Und da bin ich unglaublich glücklich drüber. 

(UND ich habe Freunde, mit denen man Spaß haben kann. Wie das letzte Foto hier zeigt. Ich bin auch wirklich ziemlich schnell ungeduldig und ziehe Grimassen, wenn jemand zu lange an der Kamera herumschraubt. :D )
Fotos: Eleonore // Auf den Bildern & Bearbeitung: Ich
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