Geschichten erzählen.

Samstag, 29. August 2015 | 9 Kommentare

Früher wollte ich Autorin werden. Ich wollte Bücher schreiben, Orte schaffen, Geschichten, welche die Menschen in eine andere Welt entführen. Meine Worte ließ ich über die Blätter tanzen, bis sie sich manchmal wie von selbst zu etwas Großem zusammen fügten. Ich war ganz ich selbst, das war ich, das war meine Leidenschaft und dort konnte ich entspannen. 
Ich habe geschrieben, tagelang. Alles wurde notiert. Mit meinem Papa habe ich abends immer Geschichten erzählt, die wir uns selbst ausgedacht haben. Mein kleines Geschichtenbuch, in das ich mit meiner krakeligen Kinderschrift immer alles schrieb, war mein Ein und Alles, mein ganzer Stolz. Ich wollte mitreißen, ich war mir so sicher, dass ich Autorin werden würde, ich hab angefangen Bücher zu schreiben, und irgendwann habe ich es gelassen.


Warum ich aufgehört habe zu schreiben, weiß ich nicht mehr. Vielleicht war es der Deutschunterricht in der Schule, der mich irgendwann ab der Mittelstufe nur noch vergrault hat. Ich konnte mit Sprache umgehen, gut sogar, aber warum sollte ich ein 50 Jahre altes Buch interpretieren? Das hat sich mir nie ganz erschlossen. Vielleicht war es auch einfach die Zeit, ich war viel unterwegs und irgendwann werden andere Dinge eben einfach wichtiger. 
Die Wirkung, die Bücher und Geschichten haben können, hab ich aber nie vergessen. Sie reißen mit, sie laden zum Träumen ein und wenn Du die Texte liest, dann hast Du sofort ein Bild vor Augen, unweigerlich. 


Heute möchte ich wieder Geschichten erzählen. Und ich glaube, das tue ich schon seit einer ganzen Weile, vielleicht ohne es gemerkt zu haben. Ich mache Bilder. Und erzählen Bilder nicht auch Geschichten? Hast Du nicht, wenn Du ein Bild siehst, auch sofort eine Geschichte dazu im Kopf?
Ich möchte Geschichten erzählen. Meine Bilder sollen sprechen, sie sollen sprudeln vor Leben und sie sollen so viel spürbar machen. Ich möchte Emotionen einfangen, jeden Mensch so zeigen wie er ist - ruhig oder energisch, nachdenklich oder offen. Ich möchte nicht einfach knipsen, ich möchte Welten schaffen. 


Jede Person vor der Kamera ist anders. Auf jeden Kunden, auf jedes Modell muss ich mich neu einstellen und das ist gut so. Am Anfang ist das schwierig, aber man merkt schnell, was zu der Person passt und was nicht. Ich fotografiere nach Gefühl, nicht nach Technik oder Einstellungen, die ich immer nehme, ich fühle, was passt. Am Liebsten mag ich Shootings, die nach ein paar anfänglichen Anweisungen von mir ganz von alleine laufen, weil die Personen einfach sie selbst sind. Das ist nicht leicht, man selbst zu sein, vor einer unbekannten Fotografin, die man nur für 60-90 Minuten sieht. Aber oft gelingt es mir. Und wenn das so ist, dann weiß ich, ich habe es wieder einmal geschafft. Ich habe Emotionen sprudeln lassen, ich lasse Bilder sprechen, ich zeige den Charakter der Menschen. 
Und ich schreibe Geschichten. Anders zwar als ich es früher gedacht hatte. Aber dennoch - Ich schreibe Geschichten. 

Rückenwind

Dienstag, 25. August 2015 | 12 Kommentare

 Model: Steffi // Fotos & Bea: Ich

"Weit weg, wollt ich wissen, wer ich bin.
 Hab mich gedreht für Rückenwind. 
Heimkehr bleibt ein Woher und ein Wohin."
 (Stadtrandlichter - Clueso)

If it scares you, it might be a good thing to try.

Samstag, 22. August 2015 | 12 Kommentare

Outfit: Jeans: Edc by Esprit // Cardigan: Hollister // Bluse: Vero Moda // Armbanduhr: Fossil

Wir sind so festgefahren in Dingen und Ritualen, die wir für richtig halten. Die uns tagtäglich begleiten und die wir einfach so hinnehmen, ohne darüber nachzudenken. Wir lieben die Gewohnheit, ja fast schon die Monotonie. Es gibt uns Sicherheit. Ganz noch dem Motto es war schon immer so, es wird dann auch wohl richtig sein. Wieso sollte man sich die Mühe machen, etwas zu überdenken und neu zu starten, wenn es doch so, wie es ist, viel bequemer ist?

Wir bleiben bei Gewohnheiten, die uns nicht gefallen, aus Angst, eine Veränderung könnte alles noch viel schlimmer machen. Wir halten an Erinnerungen fest, die längst vergangen sind, weil wir nicht abschließen wollen. Wir ärgern uns über die älteren Menschen, die teilweise so verfahren sind. Aber wir sind es doch selber. Oder vielleicht sind wir manchmal sogar noch viel schlimmer. Jeder hat seine Gewohnheiten, die er nicht aufgeben wird.

Und warum nicht? Weil wir Angst haben. Wir haben Angst vor dem Unbekannten.

Ausbrechen.
Aus den alten Mustern fallen.
Sich gegen die Regeln entscheiden.
Von Gewohnheiten abweichen.
Einfach mal alles anders machen, ohne viel nachzudenken. Einfach machen.


"If it scares you, it might be a good thing to try". Warum versuchen wir es nicht? Warum stellen wir uns nicht der Herausforderung, der Herausforderung des Unbekannten? Unbekannt muss doch nicht schlecht sein. Angst machen muss doch nicht schlecht sein. Wir können wachsen an solchen Herausforderungen. Wir können so viel an Erfahrungen dazu sammeln. Und das sollten wir auch. Wir haben so viele Möglichkeiten, heutzutage. Das Leben wäre viel zu langeweilig, als einfach alles so zu machen, wie es vorgeschrieben ist. Wer will das schon?!

 Auf den Bildern: Ich // Fotos: Svenja von Minimalism (>Klick<)

If I could, baby, I would fly away. Far, far away.

Mittwoch, 19. August 2015 | 13 Kommentare

Model: Steffi // Fotos & Bea: Ich (>meine Facebookseite<)

And all I'm asking is for you to put my whole world together

Donnerstag, 13. August 2015 | 15 Kommentare

 Model: Marlene // Fotos & Bea: Ich 
Heute gibt's alles in Schwarz-weiß.
Was mich mal interessiert: wie steht ihr zu s/w Aufnahmen? Super oder eher langweilig / monoton?

Glaubst Du noch an Wunder?

Donnerstag, 6. August 2015 | 24 Kommentare

Glaubst Du noch an Wunder? Hast Du noch Träume?
Oder hast Du Dich mit dem Leben abgefunden, so wie es ist? Glaubst Du nur an alles, für das es eine Erklärung gibt? Vielleicht hast Du irgendwann aufgehört, an Wunder zu glauben, weil Dich die Realität ernüchtert hat. Weil in dieser Welt, in der Du lebst, kein Platz für Wunder ist.
Und Träume? Hast Du noch Träume?
Sind Träume nicht etwas für Menschen, die die Realität nicht wahrhaben wollen? Die sich in Ihrer eigenen Welt verlieren? Was sind schon Träume, wenn sie nie wahr werden?


Ich höre nicht auf zu träumen. 
Ich habe Wünsche. 
Und ich glaube an Wunder. 
Ich glaube an viele kleine Wunder, die uns den Alltag versüßen. Nicht immer vielleicht. Aber vielleicht gerade dann, wenn man es am wenigsten erwartet?! 
Ich glaube an Träume und ihre Kraft. Ich glaube, man darf nie aufhören zu träumen und ich glaube, man sollte seine Träume verwirklichen. 


Ich wünsche uns allen ein bisschen mehr Vertrauen in diese Welt. Ein bisschen weniger Skepsis und ein bisschen mehr Gelassenheit. Ich wünsche uns, dass wir die Dinge einfach mal auf uns zukommen lassen können. Und dass wir nicht alles erklären wollen.
Und ich wünsche uns Wunder. Kleine Wunder vielleicht, die wir nicht erwarten.
Aber am Meisten von Allem wünsche ich uns Träume. Ich wünsche uns, dass wir die Fähigkeit, zu träumen, nie verlieren und dass wir uns in die Welt der Träume mitreißen lassen. Ich wünsche uns Träume, die uns Mut machen und die wir verwirklichen möchten.
Und dann wünsche ich uns, dass wir die Träume in die Tat umsetzen.

Model: Stephanie B. // Fotos & Bea: Ich

my mouth doesn't dare to speak

Montag, 3. August 2015 | 10 Kommentare

Model: Katharina S. // Fotos & Bea: Ich
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