Über Stil Findung

Sonntag, 1. Februar 2015 | 6 Kommentare


Hallo ihr Lieben Leser,

ich bin die Svenja von Minimalism und freue mich heute etwas in der Welt von Lichtreflexe etwas beitragen zu dürfenn.
Vor einigen Tagen hatten die Lea und ich uns überlegt auch mal bei dem anderen einen schönen Gast Post zu hinterlassen. 
Heute wird es bei uns um die Stil Findung beim Fotografieren gehen.

Heutzutage gibt es Instagram, Twitter, Pinterest, Facebook, weheartit und zig tausend andere Social Media Kanäle auf denen man jeden Tag Millionen von Bildern zu Gesicht bekommt.
Mein Instagram Feed ziert tolle Fotografen und Fotografinnen in der Food, Kunst und Fashion Branche. Jeden Morgen werde ich mit in meinen Augen perfekten Bildern überhäuft. Manches schaue ich mir an und vergesse es wieder, andere Bilder bleiben mir tagelang im Kopf und wiederum andere verzaubern mich und nehmen mich wenn ich morgens im kalten Bus sitze mit auf eine tolle Reise auf der nichts unmöglich erscheint.
Manchmal ertappe ich mich dann auch bei dem Gedanken:" Warum bist du nicht wie...? Warum hast du das bis jetzt noch nicht ausprobiert?"
Bei solchen Gedankengängen ist es dann oftmals nicht einfach dem eigenen "Stil" treu zu bleiben. Aber muss ich das zwingend?
Ich finde "der eigene Stil" hat nichts damit zu tun das eure Bilder immer gleich ausschauen, ihr immer dieselbe Bearbeitungsmethode anwendet oder immer gleiche Posen ablichtet.
Der "Stil" seid meiner Meinung nach ihr. Eure Gefühle,eure Emotionen, euer Verstand.

1. Ich weiß einfach nicht wie ich eine Stilrichtung finden soll?

Schau dich doch mal in Ruhe um. Sieh dir ruhig Ergebnisse anderer Fotografen an. Was begeistert dich? Welche Farben magst du? Was willst du ausdrücken? Welche Hauptgefühle willst du einbringen? Soll dein Bild etwas aussagen (z.B. gegen Tierversuche)
Lass dich inspirieren und gehe dem nach was du selbst am schönsten findest. Abonniere auch ruhig mal Fan Seiten von dem Fotografen der dich inspiriert und spar nicht an Kommentaren, sondern frag wenn du Fragen hast. Nur so kommst du weiter.

2. Ich möchte mich ausprobieren. Verwirrt das meine Fans eventuell?

Natürlich ist es ungewohnt wenn du öfter Bilder machst mit beispielsweise Sonnenuntergängen und viel,viel Licht und auf einmal eine etwas düstere Stimmung in deine Bilder bringst. Aber dies ist alles andere als negativ. Fotografieren hat etwas mit Kreativität zu tun und Kreativität lässt sich oft von Gefühlen lenken. Du bist eventuell nicht gut drauf oder machst gerade eine blöde Phase durch? Na dann lass deinen Gefühlen auf deinen Fotos freien Lauf.
Deine Fans sind bestimmt erst überrascht aber finden diese Wandlung zwischendurch bestimmt auch super.


 3. Jemand hat mir an den Kopf gestoßen das ich eine anderen Fotograf/ eine andere Fotografin kopiere?

Hey , Kopf hoch. So etwas passiert manchmal, aber das heißt noch lange nicht das es stimmt.
Selbst wenn du ein Vorbild hast und du dich anhand der Bilder inspirierst, einen ähnlichen Bildstil und eine ähnliche Vorgehensweise, so wie Bildsprache hast,heißt das noch lange nicht das du jemanden kopierst.
Kopieren bedeutet ja schon fast Ideen Klau. Bilder komplett nachstellen etc. geht meiner Meinung nach gar nicht. Sich jedoch eine eventuelle Pose abzugucken und diese später in deine eigenen Ideen einzubauen ist nicht weiter schlimm.
Du solltest natürlich darauf achten das du keine ähnlichen Logos benutzt oder sogar dieselben. So etwas tut man nicht und lässt dich ziemlich unkreativ dar stehen.
Probiere doch einmal selber herum, es wird bestimmt total toll!
Und halte dir immer vor Augen: Niemand hat bestimmte Bildstile in der heutigen Zeit selber erfunden (na gut, vielleicht ganz wenige). Aber diese Leute wollen ja das du dich an deren Bildern inspirierst. Und viele Top Fotografen sehen sich auch gerne Bilder von anderen an und lassen sich auch mal verzaubern. Da bist du bestimmt nicht alleine.


4. Wie hast du deinen Stil denn gefunden?

Ich glaube...nein, ich bin der festen Überzeugung das ich einen festen fotografischen Stil noch nicht gefunden habe.
Das liegt einfach schlicht und ergreifend daran, dass ich mich gerne von meinen Gefühlen leiten lasse. Bin ich nachdenklich und traurig, liebe ich Bilder die etwas dunkler sind,zarter und verletzlicher. Das Model muss nicht zwingend in die Kamera sehen, sondern kann mit den Augen gerne abschweifen und ihre Gedanken ziehen lassen. Ich liebe Bilder die eine gewisse Art von Traurigkeit, Zerbrechlichkeit und Zartheit ausdrücken. Und ich hoffe das ich euch dieses Jahr viel davon zeigen kann. Einiges ruht nämlich leider noch unbearbeitet auf den Festplatten. Solche Bilder kann ich nur bearbeiten wenn mein Leben gerade wie ein Sturm ist.
Unentschieden. Etwas hin und her gerissen.
Und dann gibt es wieder Tage an denen müssen Bilder gemacht werden die romantisch, hauchzart und vor allem hell sind. das Model darf gerne zu mir sehen.
Bilder sind wie das Leben, mal laut und mal leise.
Setzt euch nicht unter Druck was eure Stil Findung anbelangt. Ihr werdet es von selber merken wenn es so weit ist. Probiert euch aus.
Denn das ist das schöne am Fotografieren...es gibt keine Fehler. Denn das was in eurem Kopf ist und ihr zeigen wollt, kann nicht falsch sein.

Ich hoffe das ich euch hier mal ein wenig bei helfen konnte und ich zeigen konnte das ihr mit diesen Gedanken gar nicht so alleine seid.

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6 liebe Kommentare ♥

» christine polz | 2. Februar 2015 um 12:08

Was den eigenen Stil angeht, kann ich dir da nur recht geben. Man muss einfach ein bisschen locker mit der Sache sein. Stil ist meiner Meinung nach echt etwas, was sich einfach über die Jahre entwickelt und man muss einfach auch viel ausprobieren, um wirklich Techniken und Dinge zu entdecken, die gut zu einem passen. Am Anfang versucht man doch einfach nur ein gutes Foto zu machen und erst nach und nach entwickelt sich daraus etwas eigenes.

Und zu deinem letzten Post kann ich einfach nur sagen:
recht hast du!
Aber so läuft das leider. Du glaubst ja nicht was ich alles so erlebe. Was ich alles für Anfragen kriege... und wie viele einfach gar kein Geld zahlen wollen.. null.
Damit muss man leider leben. Klar, manchmal macht's einen noch traurig und manchmal auch wütend, aber das ist einfach so eine Sache, die jeder Fotograf oft erlebt.
Und es gibt leider immer jemanden der's billiger oder gar umsonst macht.

» Dandelion | 2. Februar 2015 um 16:49

Hey Lea,
ich hab grad auch deinen Post über Stilbildung gelesen und ich finde auch, dass man verschiedene Dinge ausprobieren sollte. Dadurch wird ein Blog erst richtig interssant, wenn man nicht immer nur ähnliche Themen fotografiert, sondern sich auch mal an neue, schwierigere Themen heranwagt. Im Sommer will ich unbedingt mal ein Dirndlshooting ausprobieren, aber mit Vintagedirndl aus den 50er-70er Jahren. Bin mal gespannt wie das wird :)
Und zu dem Kuchen wollte ich dir noch sagen, wenn du keine Blutorange magst, kann man die 200 ml Saft auch einfach durch Espresso ersetzten. Kaffee und Schokolade sind eine ebenfalls sehr empfehlenswerte Kombination :)
Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche!
Julia
Dandelion

» Nathalie Stoppel | 2. Februar 2015 um 16:54

ein toller Gastbeitrag! :-)
ich sehe das mit dem Stil ähnlich, ich meine wer bestimmt schon was dein Stil ist, man sollte einfach das tun was man möchte und einem gefällt und mit der Zeit entwickelt sich daraus ein eigener Stil.

und die Fotos zu dem Post finde ich auch sehr schön!


http://dreamsaremadeforliving.blogspot.de/

» valhalla | 2. Februar 2015 um 19:44

solche beiträge finde ich echt klasse ♥ und dieser hat mich wirklich zum nachdenken angeregt, es hat mir sehr viel spaß bereitet das durchzulesen, danke!

» Juliane | 2. Februar 2015 um 22:26

Ich finde den Post wirklich toll. und auch natürlich sehr interessant für mich als "Anfänger"-Fotograf:)
Dankeschön:)
LG Juli von Rahmenlos

» Isa | 4. Februar 2015 um 12:56

Super interessanter Post! :)

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