Das ist der Lauf der Dinge

Mittwoch, 25. Februar 2015 | 11 Kommentare

"Manche Dinge will man nicht wahrhaben. Man möchte sich nicht eingestehen, dass man manche Personen vielleicht aus den Augen verloren hat oder dass man sich einfach in den letzten Jahren in andere Richtungen entwickelt hat. Auseinander entwickelt, sozusagen. Und manchmal redet man sich das einfach schön. Man sucht nach Ausreden, die erklären, wieso man sein Leben eigentlich mit anderen Menschen mehr teilt. Man sucht nach Gründen, warum man viel mehr Zeit mit anderen Personen verbringt. Früher da war man sich sicher, man bliebe ewig befreundet. Und natürlich verbinden einen noch immer diese Erinnerungen. Und eigentlich würde man sich doch so sehr wünschen, dass man die heutigen Momente immer noch so teilen würde wie früher. Aber im Moment lebt man aneinander vorbei, weil jeder sein eigenes Leben aufgebaut hat und weil diese beiden Lebensstile vielleicht im Moment nicht zu einander passen. Weil sie unterschiedlich sind bis zum geht nicht mehr, weil sie keinen großen Raum für Gemeinsamkeiten lassen. Man hat sich entfremdet, man kennt sich doch gar nicht mehr richtig. Vielleicht passt es irgendwann wieder, wenn man älter wird und man das typische Leben führt, was eben ältere Menschen führen mit Familie gründen und angekommen sein. Vielleicht, ja vielleicht. Irgendwann. Und bis dahin, tut man weiter so, als wäre alles so wie immer. "

Ich glaube, dieser Text passt ziemlich gut aufs Erwachsen-Werden und Erwachsen sein. Man verändert sich extrem viel in dieser Zeit, verändert seine Lebenseinstellungen, seine Gewohnheiten, seine Hobbies, vielleicht seinen Wohnort. Und während man sich so sehr verändert, verändern sich gute Freunde vielleicht nicht mit oder einfach anders. Aber das ist wohl einfach der Lauf der Dinge. 

Does it blow your mind that I'm leaving you far behind?

Sonntag, 22. Februar 2015 | 24 Kommentare

Einer dieser Sonntage. Schon lange nicht mehr da gewesen. Einfach mal nichts tun. Lange, ganz lange ausschlafen. Dann in Ruhe aufstehen und frühstücken- ebenfalls lange. Wie lange hatte ich solche Tage schon nicht mehr. In letzter Zeit war ich irgendwie extrem viel unterwegs und hatte kaum Zeit für mich. Und heute, wo ich mal so einen Sonntag zum Entspannen habe, tut es gut, einfach mal ein bisschen nachzudenken. 

Eigentlich bin ich ein sehr aktiver Mensch, jemand, der ständig unterwegs ist und unter Menschen sein möchte. Neue Personen kennen lernen, immer auf Achse, keine Langeweile. Wenn ich freitags morgens auf der Arbeit sitze und plötzlich feststelle, dass ich am Wochenende noch nicht wirklich etwas vorhabe, wird erstmal geplant. Bloß nicht einen ganzen Tag Nichts tun. 
Aber manchmal, ist gerade dieses Nichts tun eben auch gerade gut. Manchmal braucht man auch einfach Zeit für sich, zum Kraft tanken, zum Durchatmen :)

Hier seht ihr übrigens die letzten Fotos aus dem Shooting mit Marlene. Es wird Zeit, dass ich langsam alle Fotos aus dem Winter zeige, damit ich diese nicht noch im Frühling auf der Festplatte rumschwirren habe :) 
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche! ♥

TFP Shootings - wieso, weshalb, warum und wie überhaupt?

Donnerstag, 19. Februar 2015 | 23 Kommentare

In einem meiner letzten Posts habe ich HIER darüber geschrieben, wie wichtig ein Portfolio für einen Fotografen ist. Eine wichtige Grundlage für die Erstellung eines solchen Portfolios sind nicht nur die klassischen bezahlten Shootings sondern auch die sogenannten TFP Shootings.

Aber, TFP - was ist das überhaupt?

TFP ist die Short Form von time for prints, ein Ausdruck der aus der Zeit stammt, in der noch nicht alles über Dateien sondern vielmehr über Fotoabzüge lief. Heutzutage wird TFP immer noch hauptsächlich verwendet, oft hört man aber auch schon den Ausdruck TFCD, was streng genommen der richtige Name wäre. Hier wird es so gehandhabt, dass ein (Hobby-) Model und ein Fotograf eine Vereinbarung treffen, ein kostenloses Shooting zu machen. Sowohl das Model als auch der Fotograf "opfern" hierfür dann ihre Zeit und setzen eine Idee um, die sie vorher gemeinsam besprechen. Der Fotograf darf anschließend die Fotos veröffentlichen, gleichzeitig darf natürlich auch das Model die Bilder zeigen und verwenden. Aber Achtung: veröffentlichen heißt in diesem Rahmen in der Regel, dass man damit in keiner Form Geld verdienen darf - die Bilder für eine Werbekampagne weiter zu verkaufen ist also nicht erlaubt. Beim klassischen TFP Shooting kriegen beide Seiten kein Geld, da sowohl Fotograf als auch Model Vorteile von dem kostenlosen Shooting haben.

Kostenlos? Warum sollte man kostenlos jemanden fotografieren?

Es gibt viele Fotografen, die keine TFP Shootings anbieten und letztlich muss das auch jeder selbst wissen. Ich meine aber: wer sich zu schade ist, kostenlos Shooting anzubieten obwohl man selbst einen großen Vorteil daraus zieht, kann nur schwer weiter kommen. Klar, wenn man schon einen gewissen Punkt an Erfahrung hat, ist dies nicht mehr zwingend notwendig. Aber es wird niemand ein großes Modeshooting machen können ohne auch nur den Hauch von Erfahrung zu haben.
Klar, könnt ihr Erfahrung auch durch Kundenshootings sammeln. Aaaaber: erstens könnt ihr Kundenshootings nur begrenzt so durchführen, wie es euch vorschwebt. Wenn ein Kunde 100 Euro für ein Shooting zahlt, ist es egal, ob ihr gerne ein Shooting mit Blumen und bunten Luftballons machen wollt. Wenn der Kunde das nicht möchte, wird das nicht gemacht und das ist natürlich auch vollkommen legitim, schließlich zahlt er dafür. Bei TFP Projekten habt ihr viel mehr Möglichkeiten, Eure eigenen Ideen umzusetzen und die Shootings nach Euren Wünschen zu gestalten. Noch dazu könnt ihr Shooting Bilder von Kunden auch nicht immer veröffentlichen. Wenn jemand das nicht möchte ist das schließlich sein gutes Recht. Ich behaupte mal, gerade am Anfang werden 95 % aller Fotografen kostenlose Shootings machen müssen. Mag sein, dass diese teilweise mit Freunden gemacht werden anstatt mit Hobbymodels. Trotzdem solltet ihr in Erwägung ziehen, auch mal jemanden zu fragen, der schon ein paar Mal vor der Kamera stand - ihr werdet sehen - das Fotografieren ist dadurch komplett anders.

Und wie kommt man an TFP Shootings?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Modelle für Shootings zu finden. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Model-kartei. Das ist eine Plattform,wo sich Visas, Fotografen und Models anmelden können um Shootings zu machen. Es gibt sehr gegensätzliche Meinungen zur Modelkartei. Man findet hier sicher auch einige Fotografen und Models,  die den Namen nicht verdient haben. Aber man findet dort genau so sehr auch tolle neue Kontakte. Ich persönlich arbeite sehr gerne darüber und habe schon einige tolle Shootings planen können. Toll ist, dass man hier nach verschiedenen Kriterien filtern kann - wie z.B. Haarfarbe, Wohnort, ...
Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man hier sehr viele Models finden kann - auch wenn natürlich längst nicht jedes Modell zum angestrebten Projekt passt.
Weitere Möglichkeiten, Models zu finden, sind natürlich Facebookgruppen oder auch die klassischen Model Agenturen - hier werden in Ausnahmefällen auch kostenlose Shootings gemacht, allerdings solltet ihr dafür natürlich schon ein gutes Portfolio haben.
Es spricht natürlich auch nichts dagegen, mal ein bisschen auf den Facebookseitem anderer Fotografen aus eurer Nähe zu schauen und Models,  die euch gut gefallen, anzuschreiben. Oder aber ihr ruft auf Eure Facebookseite für ein kostenloses Shooting auf - dann solltet Ihr aber damit rechnen, dass sich nicht unbedingt nur erfahrene Models melden.. Damit habe ich schon so einige Erfahrungen gemacht :D



Und wie plant man so ein Shooting dann?

Zunächst einmal solltest du Natürlich Kontakt zu deinem (Wunsch-) Model aufnehmen. Hier ist es sinnvoll, auch ein bisschen Informationen über dich zu schicken, so weiß man gleich, mit wem man es zu tun hat. Sollten deine Bilder nicht öffentlich zu sehen sein, schick auf jeden Fall ein paar Beispiele mit und im Besten Fall schreibst du schon so detailliert wie möglich über deine Shootingidee. Das Model hat dann das Gefühl, nicht nur eine Massenmail zu bekommen sondern merkt, dass du dir wirklich Gedanken gemacht hast.
Natürlich geht es aber auch, wenn du noch keine genaue Shootingidee hast - ihr könnt ja auch gemeinsam etwas entwickeln.
Ist das Model dann einverstanden, klärt ganz genau was ihr vom jeweils anderen erwartet - wo wird das Shooting sein? Wer bezahlt eventuelle Fahrt oder Visakosten? Wie lang wird das Shooting sein? Wer übernimmt das Styling? Welche Outfits sollen geshootet werden? Darf das Model eine Begleitperson mitbringen? Wie viele Fotos kriegt das Model später und wer sucht aus, welche das sein werden...?
Ich mache hierzu immer einen kleinen TFP Vertrag - dieser gibt einfach beiden Seiten Sicherheit. Ihr habt schriftlich, dass ihr die Bilder veröffentlichen dürft und euer Model hat Sicherheit, dass es die Fotos wirklich bekommt. Man hört leider immer mal wieder blöde Geschichten über so Tfp Shootings, daher würde ich jedem von euch empfehlen so einen Vertrag zu machen. Beispiele dafür findet ihr im Internet.
Zu guter Letzt bleibt noch zu sagen: Macht Euch nicht schlechter als Ihr seid. Traut Euch, Personen anzuschreiben, wenn Ihr sie gerne fotografieren möchtet. Die meisten Menschen werden sich darüber total freuen. Und wenn sie nein sagen: dann ist das auch kein Weltuntergang, das erlebt jeder Fotograf. :)

Was sind Eure Erfahrungen mit TFP Shootings als Fotograf oder auch als Model?

Feathery feeling

Montag, 16. Februar 2015 | 24 Kommentare

Danke an mein wundervolles Model!! ♥

Myself was never enough for me

Freitag, 13. Februar 2015 | 15 Kommentare

Warum ein Portfolio so wichtig ist...

Dienstag, 10. Februar 2015 | 12 Kommentare

Am Anfang jeder Fotografen"karriere" (und sei es als Hobbyfotograf, als nebenberuflicher Fotograf oder auch als professioneller Fotograf) steht man in der Regel alleine da. Unbekannt. Ohne großartige Bilder, ohne Kunden, die sich für einen interessieren. 
Es gibt die Leute, die eine Fotografenausbildung machen und somit die Möglichkeit haben, schon von Anfang an viele Kontakte zu knüpfen, Shootings zu machen und zu begleiten und somit auch schon ein Portfolio haben. 
Aber es gibt eben auch solche Personen wie mich, die keine Ausbildung haben (und damit möchte ich jetzt keine Diskussion lostreten, ich weiß wie kritisch dieses Thema von vielen gesehen wird) und somit am Anfang wirklich Schwierigkeiten haben. Auch wenn es noch so viele große und tolle Fotografen gibt, die einfach unglaublich tolle Fotos machen, es sei Euch gesagt: (so ziemlich) jeder hat mal klein und unbedeutend angefangen. So ziemlich jeder hat am Anfang Bilder gemacht, über die er sich im Nachhinein vielleicht sogar schämt und bei den Wenigsten war es einfach, bekannt zu werden und Aufträge zu bekommen. 

Am Anfang jedes Auftrags steht das Portfolio

Üben, üben, üben, heißt es in der Fotografie, wie in fast allen anderen Bereichen, um besser zu werden und sich weiter zu entwickeln. Doch zum fotografieren von Portraits benötigt man nunmal Menschen, seien es nun wirkliche bezahlte Aufträge oder auch einfach Personen, die Ihr zum Üben oder für eigene Projekte fotografieren könnt. Und am Anfang jedes Auftrags steht Euer Portfolio. Wer ist schon bereit, sich von jemandem fotografieren zu lassen, von dem er noch nie ein Foto gesehen hat? 
Dieser Anfang ist schwierig und wie ihr vielleicht merkt, auch ein kleiner Teufelskreis. Trotzdem ist es am Anfang sehr wichtig, dass Ihr Euch ein kleines Portfolio aufbaut, mit Bildern aus den Bereichen, die ihr später anbieten möchtet. Sucht Euch Freunde oder Familie, die bereit sind, für Euch vor der Kamera zu stehen und deren Bilder Ihr nachher für Euer Portfolio verwenden könnt. Wenn Ihr ein paar erste Bilder gesammelt habt, könnt Ihr vielleicht in Eurem etwas weiteren Bekanntenkreis fragen, ob jemand bereit ist, sich von Euch fotografieren zu lassen. Und wenn Ihr dann noch ein bisschen mehr Erfahrung gesammelt habt, könnt Ihr kostenlose Shootings ausschreiben, von denen Ihr die Bildern dann ebenfalls in Euer Portfolio tun könnt. 

Kunden wollen Beispielbilder

Wenn Ihr Euer Portfolio zusammen stellt, denkt immer an Folgendes: Eure Kunden wollen Beispielbilder. Sie wollen eine Idee haben, wie die fertigen Fotos dann nachher möglicherweise aussehen. Sie wollen nicht einfach "die Katze im Sack kaufen". Wenn Sie Newbornfotos haben möchten, dann müsst Ihr Newbornfotos zeigen. Habt Ihr keine, werdet Ihr den Auftrag womöglich nicht bekommen. Natürlich gibt es hier immer Ausnahmen, aber im Normalfall werdet Ihr nur für die Bereiche gebucht, für die Ihr auch Beispielbilder habt. 
Überlegt Euch also am Anfang ganz genau, welche Bereiche Ihr fotografieren möchtet und spezialisiert Euch gegebenenfalls auf etwas. Es ist meiner Meinung nach besser, in einem oder wenigen Bereichen Spezialist zu sein, als wirklich alles anzubieten, aber alles eben nur mittelmäßig zu machen. Ich persönlich habe mich auf Portraits/Gruppenfotos und Hochzeiten spezialisiert. Für die Bereiche habe ich natürlich auch Beispielbilder, die ich Kunden zeigen kann. Kommt eine Newbornanfrage, lehne ich diese freundlich ab und verweise auf eine befreundete Fotografin, die den Auftrag möglicherweise übernehmen könnte. 

Aber welche Form sollte so ein Portfolio überhaupt haben?

Es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten, ein Portfolio zu erstellen. Dies beginnt bei schön designten PDFs, die Ihr einfach per Mail verschicken könnt. Eine weitere Möglichkeit, die die meisten nutzen ist eine Homepage, auf der das Portfolio gezeigt wird und natürlich gleichzeitig noch Informationen über Euch bekannt werden. Außerdem könnt Ihr Euch natürlich eine Mappe mit Prints anlegen, die Ihr zu Events oder Kundenterminen mitnehmt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und hier habe ich nur ein paar aufgezeigt. Letztlich müsst Ihr selber wissen, welche die Richtige für Euch ist. Vermutlich wird es eine Mischung aus allem sein ;) 
Ich nutze für Kundenanfragen hauptsächlich meine Homepage (www.leakalinsky.de) und habe darüber hinaus auch eine Mappe, die ich aber selten brauche. 

Das Wichtigste am Portfolio ist aber sowieso: sieht zu, dass Euer Stil erkennbar ist. Natürlich sollte ein Portfolio im besten Fall auch etwas hervorstechen und Interesse wecken, aber am Wichtigsten ist es, dass Ihr mehr oder weniger durchgehend Euren Stil zeigt. Und das heißt nicht, dass alle Bilder komplett gleich sein müssen. Natürlich könnt Ihr auch den ein oder anderen "Ausreißer" zeigen, um zu beweisen, dass Ihr auch andere Bereiche oder Stile könnt, wenn es denn sein soll. Aber in der Regel sollte ein roter Faden erkennbar sein :)

Ich hoffe sehr, dass Euch dieser Post gefallen hat und der Post dem ein oder anderen vielleicht auch ein bisschen weiter geholfen hat. 

Hold back the river

Samstag, 7. Februar 2015 | 31 Kommentare

I knew myself before I knew anyone.

Mittwoch, 4. Februar 2015 | 20 Kommentare


Die liebe Julia von WOLFSMÄDCHEN hat mich zum Thema Fotografie getaggt und mir 10 Fragen gestellt. Da ich die Fragen sehr gerne mag und da dieser Post sonst auch ziemlich textleer wäre mache ich natürlich einmal mit. Danke Julia!! ♥

1. Was fasziniert dich an der Fotografie?
Ich glaube, mich fasziniert vor allem, dass man damit Momente einfangen kann und den Charakter von Personen zeigen kann. Ich liebe es, durch Fotos zu zeigen, wie Menschen sind. Außerdem bin ich sowieso sehr gerne unter Menschen und mag es daher, viele verschiedene Menschen kennen zu lernen, und mich auf jede Person vor meiner Kamera neu einzustellen.
2. Welche Kamera besitzt du?
Ich fotografiere fast nur noch mit meiner Canon EOS 6D, ich liebe diese Kamera! :)
3. Was ist dein Lieblingsobjektiv?
Mein Lieblingsobjektiv ist momentan das Tamron 90mm 2.8 - tolle Brennweite und das Bokeh ist super schön.


4. Hast du ein Lieblingsmotiv?
Ja, definitiv Menschen und davon am Liebsten Portraits. Aber ich möchte in diesem Jahr auch mehr in Richtung Fashion machen.
5. Magst du Schwarz-Weiß Bilder?
Eigentlich nicht so sehr. Meine Bilder mag ich am Liebsten in Farbe und mit tollem Licht. Ich finde nur ganz wenige Bilder wirken in schwarz-weiß. Aber es gibt auch tolle Schwarz-Weiß Bilder. Ich spiele aber einfach gerne mit den Farben.
6. Mit welchem Bildbearbeitungsprogramm arbeitest du?
Ich bearbeite mit Adobe Photoshop CC.
7. Pro oder Contra Blitz?
Definitv Contra! Ich besitze zwar sogar einen externen Blitz, aber diesen benutze ich maximal 2 Mal im Jahr :D Ich liebe einfach das natürliche Licht viel zu sehr und fotografiere daher grundsätzlich ohne Blitz, es sei denn ich mache Hochzeitsfotos, da ist es manchmal nicht zu vermeiden.. :)
8. Wie viel Zeit verbringst du mit der Fotografie?
Irgendwie sehr viel. Ich liebe die Fotografie einfach und verbringe fast jede freie Minute damit. Ich seh Fotografie daher auch weniger als Nebenjob (was es bei mir ja nunmal ist) sondern als meine absolute Leidenschaft. Das geht manchmal so weit, dass ich ganz unausgeglichen bin, wenn ich ein Wochenende mal nicht fotografiere. Klingt krank, aber es macht mich irgendwie glücklich :D
9. Hast du Fotografen als Vorbilder/Inspiration?
Ja, ich hab da so einige, unter anderem Stephanie Schneider, Nina Schnitzenbaumer, Lichtpoesie, Andrea Bohot,... Bestimmt noch einige mehr, die ich jetzt hier nicht aufgeführt habe. :)
10. Dein spontaner Quick Fotografen Tip?
Haltet Euch nicht zu sehr an Regeln, sondern fotografiert mit Gefühl. Wenn das Foto sich für euch "richtig anfühlt", dann ist es das auch - ganz egal, welche "wichtigen" Regeln ihr dabei missachtet habt. Für mich ist Fotografie Kunst und Regeln sind da, um sie zu brechen ;)

Sooo, und wenn Euch diese Fragen nun gefallen, lade ich Euch alle ein, auch bei dem Tag mitzumachen :) Lasst mir gerne Eure Links da, ich bin gespannt, wie Eure Antworten aussehen :)

Über Stil Findung

Sonntag, 1. Februar 2015 | 6 Kommentare


Hallo ihr Lieben Leser,

ich bin die Svenja von Minimalism und freue mich heute etwas in der Welt von Lichtreflexe etwas beitragen zu dürfenn.
Vor einigen Tagen hatten die Lea und ich uns überlegt auch mal bei dem anderen einen schönen Gast Post zu hinterlassen. 
Heute wird es bei uns um die Stil Findung beim Fotografieren gehen.

Heutzutage gibt es Instagram, Twitter, Pinterest, Facebook, weheartit und zig tausend andere Social Media Kanäle auf denen man jeden Tag Millionen von Bildern zu Gesicht bekommt.
Mein Instagram Feed ziert tolle Fotografen und Fotografinnen in der Food, Kunst und Fashion Branche. Jeden Morgen werde ich mit in meinen Augen perfekten Bildern überhäuft. Manches schaue ich mir an und vergesse es wieder, andere Bilder bleiben mir tagelang im Kopf und wiederum andere verzaubern mich und nehmen mich wenn ich morgens im kalten Bus sitze mit auf eine tolle Reise auf der nichts unmöglich erscheint.
Manchmal ertappe ich mich dann auch bei dem Gedanken:" Warum bist du nicht wie...? Warum hast du das bis jetzt noch nicht ausprobiert?"
Bei solchen Gedankengängen ist es dann oftmals nicht einfach dem eigenen "Stil" treu zu bleiben. Aber muss ich das zwingend?
Ich finde "der eigene Stil" hat nichts damit zu tun das eure Bilder immer gleich ausschauen, ihr immer dieselbe Bearbeitungsmethode anwendet oder immer gleiche Posen ablichtet.
Der "Stil" seid meiner Meinung nach ihr. Eure Gefühle,eure Emotionen, euer Verstand.

1. Ich weiß einfach nicht wie ich eine Stilrichtung finden soll?

Schau dich doch mal in Ruhe um. Sieh dir ruhig Ergebnisse anderer Fotografen an. Was begeistert dich? Welche Farben magst du? Was willst du ausdrücken? Welche Hauptgefühle willst du einbringen? Soll dein Bild etwas aussagen (z.B. gegen Tierversuche)
Lass dich inspirieren und gehe dem nach was du selbst am schönsten findest. Abonniere auch ruhig mal Fan Seiten von dem Fotografen der dich inspiriert und spar nicht an Kommentaren, sondern frag wenn du Fragen hast. Nur so kommst du weiter.

2. Ich möchte mich ausprobieren. Verwirrt das meine Fans eventuell?

Natürlich ist es ungewohnt wenn du öfter Bilder machst mit beispielsweise Sonnenuntergängen und viel,viel Licht und auf einmal eine etwas düstere Stimmung in deine Bilder bringst. Aber dies ist alles andere als negativ. Fotografieren hat etwas mit Kreativität zu tun und Kreativität lässt sich oft von Gefühlen lenken. Du bist eventuell nicht gut drauf oder machst gerade eine blöde Phase durch? Na dann lass deinen Gefühlen auf deinen Fotos freien Lauf.
Deine Fans sind bestimmt erst überrascht aber finden diese Wandlung zwischendurch bestimmt auch super.


 3. Jemand hat mir an den Kopf gestoßen das ich eine anderen Fotograf/ eine andere Fotografin kopiere?

Hey , Kopf hoch. So etwas passiert manchmal, aber das heißt noch lange nicht das es stimmt.
Selbst wenn du ein Vorbild hast und du dich anhand der Bilder inspirierst, einen ähnlichen Bildstil und eine ähnliche Vorgehensweise, so wie Bildsprache hast,heißt das noch lange nicht das du jemanden kopierst.
Kopieren bedeutet ja schon fast Ideen Klau. Bilder komplett nachstellen etc. geht meiner Meinung nach gar nicht. Sich jedoch eine eventuelle Pose abzugucken und diese später in deine eigenen Ideen einzubauen ist nicht weiter schlimm.
Du solltest natürlich darauf achten das du keine ähnlichen Logos benutzt oder sogar dieselben. So etwas tut man nicht und lässt dich ziemlich unkreativ dar stehen.
Probiere doch einmal selber herum, es wird bestimmt total toll!
Und halte dir immer vor Augen: Niemand hat bestimmte Bildstile in der heutigen Zeit selber erfunden (na gut, vielleicht ganz wenige). Aber diese Leute wollen ja das du dich an deren Bildern inspirierst. Und viele Top Fotografen sehen sich auch gerne Bilder von anderen an und lassen sich auch mal verzaubern. Da bist du bestimmt nicht alleine.


4. Wie hast du deinen Stil denn gefunden?

Ich glaube...nein, ich bin der festen Überzeugung das ich einen festen fotografischen Stil noch nicht gefunden habe.
Das liegt einfach schlicht und ergreifend daran, dass ich mich gerne von meinen Gefühlen leiten lasse. Bin ich nachdenklich und traurig, liebe ich Bilder die etwas dunkler sind,zarter und verletzlicher. Das Model muss nicht zwingend in die Kamera sehen, sondern kann mit den Augen gerne abschweifen und ihre Gedanken ziehen lassen. Ich liebe Bilder die eine gewisse Art von Traurigkeit, Zerbrechlichkeit und Zartheit ausdrücken. Und ich hoffe das ich euch dieses Jahr viel davon zeigen kann. Einiges ruht nämlich leider noch unbearbeitet auf den Festplatten. Solche Bilder kann ich nur bearbeiten wenn mein Leben gerade wie ein Sturm ist.
Unentschieden. Etwas hin und her gerissen.
Und dann gibt es wieder Tage an denen müssen Bilder gemacht werden die romantisch, hauchzart und vor allem hell sind. das Model darf gerne zu mir sehen.
Bilder sind wie das Leben, mal laut und mal leise.
Setzt euch nicht unter Druck was eure Stil Findung anbelangt. Ihr werdet es von selber merken wenn es so weit ist. Probiert euch aus.
Denn das ist das schöne am Fotografieren...es gibt keine Fehler. Denn das was in eurem Kopf ist und ihr zeigen wollt, kann nicht falsch sein.

Ich hoffe das ich euch hier mal ein wenig bei helfen konnte und ich zeigen konnte das ihr mit diesen Gedanken gar nicht so alleine seid.

Zu meinem Portfolio geht es HIER
Und zu meiner Website geht es HIER




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