Eine Art Liebesgeständnis an Facebook.

Mittwoch, 29. Oktober 2014 | 10 Kommentare

Facebook.. wer kennt es nicht und wer regt sich nicht regelmäßig über Facebook und seine ständigen Änderungen auf. Jeder von uns könnte jetzt auf Anhieb 10 Dinge aufzählen, die ihn auf Facebook stören - darauf wette ich. 
Warum nutzen wir es dann trotzdem? Und vor allem - wieso nutzen wir es dann sogar auch beruflich und machen uns quasi immer mehr abhängig davon?

Zugegeben, ich weiß nicht, ob ich mit dieser Meinung vielleicht ziemlich alleine dastehe. Und doch meine ich, dass Facebook eine super Sache ist und ich muss sagen, ich mag Facebook ziemlich gerne. Mal abgesehen davon, dass es die Kommunikation zu Menschen, von denen wir keine Telefonnummern oder sonstige Kontaktdaten haben, extrem erleichtert und auch schneller macht, ist es eine super Sache, um auch beruflich/hobbymäßig weiter zu kommen.

www.facebook.com/lea.ka.photography
(wer einmal wissen möchte, wie meine Facebookseite so aussieht, darf sich die gerne hier mal anschauen)

Facebook als Webung für neue Kunden
So ziemlich jeder von uns (Hobby-)fotografen hat eine eigene Facebookseite, um seine Bilder zu zeigen. Einige finden es überzogen und übertrieben, doch ich find es gerade richtig. Durch meine Facebookseite werden so viele Leute auf meine Arbeit aufmerksam, die sonst nie davon erfahren würden. Leute, die ich sonst nur unglaublich schwer erreichen würde. Da ich bei Shootings immer frage, wie meine Kunden auf mich aufmerksam geworden sind, kann ich ganz gut einschätzen, wie viel meine Facebookseite hier ausmacht. Ich komme hier auf 70-80 % meiner Kunden, eine unglaublich hohe Zahl, wenn ihr mich fragt. Nutzt Facebook also, um "normale" Menschen, die keinen Blog haben, mit Euren Fotos zu erreichen. Verlinkt Models, die auf den Fotos zu sehen sind - so sehen gleich viel mehr Menschen den Post und damit Eure Seite. 
Facebook als Inspiration
Ich nutze Facebook als Inspirationsquelle, und zwar als meine Meistgenutzte. Folgt Ihr anderen Facebookseiten, seht Ihr jeden Tag die Fotos im Überblick, Ihr müsst nicht viel tun, sondern einfach nur auf Eure Startseite klicken. Mal ganz ehrlich, einfacher gehts doch nicht? :D Ich mache es zum Beispiel so, dass ich Facebookseiten nur unter dem Namen meiner eigenen Page folge. So sehe ich dort auf der Startseite immer alle Fotografenseiten im Überblick - ungestört durch die privaten Einräge oder umgekehrt: die privaten Beiträge bleiben ungestört durch die Fotoposts von den Anderen. Ich lieeeebe es einfach, abends nach der Arbeit durch mein Newsfeed zu scrollen und all die wundervollen Fotos von anderen Fotografen zu bewundern, das inspiriert mich immer sehr. :)

Ich möchte Euch hier gar nicht zu Facebook bekehren, ich hatte einfach nur Lust, mal ein bisschen darüber zu schreiben, da Facebook ja oft sehr negativ gesehen wird. Meine Meinung bleibt: Ich glaube, es gibt momentan kein anderes Medium, dass es uns so leicht macht, mit so wenig Aufwand so viele Menschen zu erreichen. Und genau deshalb nutze ich es auch so viel. 

Zu Letzt möchte ich Euch nun aber noch ein paar meiner absoluten Lieblingsfacebook-Fotografen-Seiten vorstellen - vielleicht kennt ihr ja die eine oder andere noch nicht.. :)

Anna Heupel Photography
https://www.facebook.com/Anna.Heupel.Photography
  Alexandra Evang Photographie
https://www.facebook.com/pages/Alexandra-Evang-Photographie/137134249692024

Andrea Bohot Photography
https://www.facebook.com/pages/Andrea-Bohot-Photography/137895843035402

Madamilein
https://www.facebook.com/MadamileinIPhotography
*Die jeweiligen Bilder in diesem Post gehören nicht mir, sondern gehören zu den gezeigten Facebookseiten.*

Klickt einfach auf das jeweilige Bild der Seite, um zu der Fanpage zu gelangen. 

Wie hat Euch dieser Post gefallen und wie seht ihr Facebook so? Ich freue mich über Eure Meinungen :)

Blogvorstelllung!

Freitag, 24. Oktober 2014 | 26 Kommentare

Es ist kalt, ich muss meine Bachelorarbeit schreiben und habe keine Lust mehr und habe deshalb kaum Zeit zu bloggen... Aus diesem Grund hab ich mir einfach was überlegt: ich mach mal wieder eine Blogvorstellung! Es ist Ewigkeiten her, seit ich die letzte gemacht habe und hier auf meinem Blog und vor allem auch auf euren Blogs hat sich ja mit Sicherheit einiges getan :) Während ich also nicht so häufig zum Posten kommen, lasst mir fleißig Eure Links für die Blogvorstellung da! Klingt nach einem Deal oder? :D
Los gehts: 
 Was ihr tun müsst um teilzunehmen?

- kommentiert diesen Beitrag mit eurem Name, Alter, Bloglink. 
- verlinkt die Blogvorstellung auf Eurem Blog. 
- gerne könnt ihr mir auch bei FACEBOOK oder hier auf meinem Blog folgen, ist aber kein Muss ;)

 Das Ganze wird bis zum 9.11. (voraussichtlich) gehen und ich werde die Blogs, die mir am Besten gefallen, hier vorstellen :).
Also, haut rein in die Tasten, ich freu mich auf eure Links!

---- BEENDET!!! ----


Fairytales don't always have a happy ending, do they?!

Samstag, 18. Oktober 2014 | 8 Kommentare

Indoor, Shooting, Lea Kalinsky, Photography, Flower, Romantisch, Low Key, Germany, OsnabrückIndoor, Shooting, Lea Kalinsky, Photography, Flower, Romantisch, Low Key, Germany, Osnabrück
Indoor, Shooting, Lea Kalinsky, Photography, Flower, Romantisch, Low Key, Germany, Osnabrück, black and white, portrait
Indoor, Shooting, Lea Kalinsky, Photography, Flower, Romantisch, Low Key, Germany, Osnabrück
"Wachsen. 
Heißt das nicht manchmal auch zurück fallen?
Zurück gestoßen werden?
Hilflos sein?
Allein?
Sich klein fühlen?
Braucht man nicht vielleicht gerade das, um zu wachsen?"

Langsam wird es doch Herbst!!

Dienstag, 14. Oktober 2014 | 11 Kommentare

Blatt, Herbst, Lea Kalinsky, MakroHerbst, Lea Kalinsky, Makro, Fotografie, Wald, Spaziergang
...früher war mein Blog hauptsächlich ein Naturfotografieblog. Heute ist er hauptsächlich ein People-fotografie-Blog, ich hab von den Fotomotiven her einmal ne 180 Grad Wendung gemacht :D Das liegt zunächst einmal daran, dass ich kaum noch Natur fotografiere, weil ich ja auch doch keine 36 Stunden Tage habe (leider :D) und daher dann neben den Shootings für so etwas keine Zeit mehr bleibt. Manchmal, so wie am Sonntag, nehme ich mir aber dann doch ein bisschen Zeit. Meine beste Freundin wies mich darauf hin, dass ich mal wieder öfter Natur und Landschaften fotografieren sollte, weil meine Bilder davon so schön seien. Und schwupps- wurde der Sonntagsspaziergang mit ihr und ihrem Hund zum Fotografieren genutzt. Ich werd also in Zukunft öfter versuchen, auch mal wieder ein paar Makrofotos zu zeigen :)
Wie man auf den Fotos sieht, kommt der Herbst so ganz langsam bei uns an. Es ist zwar noch längst nicht schön bunt auf den Bäumen, aber vereinzelt findet man dann doch schon mal ein schönes rotes Blatt. Herbst ist bei mir ja immer so eine Sache, ich kann mich nie entscheiden, ob ich diese Jahreszeit lieben oder doch lieber hassen soll. Einerseits liebe ich dieses "kuschelige" Wetter, wo man schöne dicke Pullis tragen kann und Kakao mit Marshmallows trinken kann. Ich freu mich außerdem in diesem Jahr auf meine ersten Herbsthootings, denn in den vergangenen Jahren hatte ich in dieser Jahreszeit immer so viel zu tun, dass ich es nicht geschafft habe. Aber andererseits bin ich auch ein Mensch, der total Wärme- und Sonnenabhängig ist. Wenn ich dann daran denke, dass es im nächsten halben Jahr keine warmen Tage mehr geben wird, bekomme ich schon direkt schlechte Laune. Dazu kommt, dass ich jetzt vor einem Jahr bereits im Auslandssemester in Spanien war, wo ich quasi am Strand "überwintert" habe. Nach 2 Jahren wieder kalte Temperaturen aushalten zu müssen ist also auch nicht so das, was ich mir jetzt wünsche... ;)
Wie steht ihr zum Herbst? Freut ihr euch auf die Jahreszeit oder wünscht ihr euch, dass der Sommer ein ganzes Jahr lang gehen sollte?

So why is it this way?

Samstag, 11. Oktober 2014 | 10 Kommentare

Vor kurzem hab ich mich mit Irena das erste Mal ein bisschen mehr in Richtung Fashionfotografie gewagt. Es ist eher was anderes, als das was ich sonst zeige. Aber ich mag die Fotos auch, auf ihre eigene Art. :) Irena zeigt auf ihrem Instagramaccount immer einige tolle Outfits, wer sich also für Fashion interessiert sollte dort unbedingt mal vorbeischauen.

Portraits fotografieren - Teil 2 - das eigentliche Shooting

Dienstag, 7. Oktober 2014 | 12 Kommentare

In meinem letzten Post habe ich schon den ersten Teil dieser kleine Reihe geschrieben. Dabei ging es um die Planung und Vorbereitung eines Portraitshootings. 
In diesem Post soll es nun mehr um das Shooting an sich gehen.
Ihr habt also den Tag, den Ort und die Uhrzeit für das Shooting mit eurem Kunden/Model abgestimmt und bereitet euch nun darauf vor. 
1. Tasche packen
Hier ein kleiner Überblick, was ihr alles mitnehmen solltet:
-Kamera
-euren liebsten Objektive (ich mag hier ja am Liebsten Festbrennweiten, aber das wäre schon wieder ein Thema für einen neuen Post)
-Speicherkarten
-Akku und Ersatzakku
-gegebenenfalls ein externer Blitz, ein Stativ oder auch ein Reflektor
-was zum Schreiben
-Visitenkarten von Euch, die ihr am Schluss verteilen könnt
-ggf. Quittungsblock
-Insektenschutzspray (das soll kein Witz sein... diejenigen die über meine Bremsenqual gelesen haben, wissen, warum ich das nun immer dabei habe ;))
-uuuund: alles, was ihr sonst noch mit dem Kunden/Model abgesprochen habt. Bei mir sind das also häufig Accesoires, wie zum Beispiel Blumenkränze oder besonderer Schmuck, oder auch Schminkzeug.


2. Der Beginn des Shootings
Versucht bei eurem Shooting am Besten ein paar Minuten eher da zu sein. Natürlich kann aber auch immer mal etwas dazwischen kommen: für solche Fälle lasse ich mir meist die Handynummern meiner Kunden/Models geben, damit man im Schlimmsten Fall kurz Bescheid sagen kann, dass man ein bisschen später kommt. 
Ist man dann vor Ort, ist es mir immer extrem wichtig, ein freundliches Klima zu schaffen. Ich frage so also von Anfang an, ob es okay ist, wenn man sich duzt (in der Regel ist das bei Mädels in meinem Alter ja ohnehin selbstverständlich, aber auch bei Hochzeitspaaren, die ich fotografiere, mache ich das beispielsweise so). Schön ist es auch immer, erst einmal ein bisschen das Gespräch aufzubauen. Was machen Eure Kunden beruflich/schulisch, was haben sie für Interessen,...? Ganz wichtig: fragt sie, warum sie das Shooting machen. So kommt ihr wie gesagt ins Gespräch und sie fühlen sich wohler, und vor allem erfahrt ihr somit noch direkt wichtige Dinge: wollen sie zum Beispiel die Fotos für Oma&Opa zu Weihnachten haben? Oder soll es als Foto auf der Einladungskarte zur Firmung verwendet werden? Als Facebook Profilbild? Alles denkbare Möglichkeiten, die euch aber ganz klar die Richtung zeigen, in die das Shooting gehen darf und soll.
3. Noch einmal kurz den Ablauf erklären
Während man dann so langsam zu dem ersten Fotoort läuft, erkläre ich meist noch einmal kurz den Ablauf. Eure Kunden/Models wissen das zwar in der Regel schon vom Vorgespräch, aber es schadet ja nie, das noch einmal zu wiederholen. So stelle ich zum Beispiel von Anfang an heraus, dass sie gerne jederzeit Ideen einbringen können und frage auch, ob sie Beispielbilder mitgebracht haben. Ich gebe auch meist einen kleinen Überblick zu der Location (Beispiel: "Wir sind hier an einer Burg, wie ihr seht, haben wir hier sowohl die Möglichkeit, Fotos mit den schönen Gebäuden zu machen, aber ein bisschen weiter hinten sind auch noch schöne Felder und Waldwege, wo man auch Fotos komplett in der Natur machen kann,...."). 

4. Die Bilder
Dann kann es auch schon losgehen mit den ersten Bildern. Versucht an einem Ort zu beginnen, wo es für eure Kunden/Models relativ einfach ist, zu posen. Das heißt, stellt sie nicht mitten ins "Nichts", wo sie komplett auf sich selbst angewiesen sind, sondern lasst sie zum Beispiel auf einer Bank sitzen oder an einer Wand stehen. Gerade zu Anfang ist es wichtig, dass sie sich wohl fühlen und sich nicht blöd vor der Kamera vorkommen. Ihr werdet sehen, mit der Zeit werden eure Kunden/Models viel lockerer und bringen auch selbst mehr Ideen ein. Es ist ja völlig klar, dass sie euch auch erst einmal kennen lernen müssen und für wen wäre es nicht ungewohnt, hinter einer Kamera von einer völlig fremden Person zu stehen... :)
Aus diesem Grund zeige ich auch direkt nach den ersten paar Bildern die Ergebnisse. Ich weiß, jeder Fotograf handhabt das anders und nicht jeder möchte die Bilder zeigen, aber mir ist das sehr wichtig. Ich habe einfach oft die Erfahrung gemacht, dass Kunden/Models einfach oft mehr Vertrauen hatten, nachdem sie die ersten Bilder gesehen haben. Ein "Oh, das sieht ja richtig schön aus, hätte ich gar nicht gedacht" hört man da nicht selten. Und selbst wenn die Bilder nicht so gefallen sollten - dann habt ihr wenigstens von Anfang an die Möglichkeit dies zu ändern und mehr auf die Wünsche der Kunden einzugehen.
5. Das Posing
Zu Anfang gebe ich meist relativ ausführliche Anweisungen, wie die Personen stehen und gucken sollen. Eigentlich ist das aber etwas, was ich gar nicht so gerne mag. Ich mag viel lieber solche Fotos, die natürlich wirken und wo die Personen nicht wie bestellt und nicht abgeholt in die Kamera gucken. Daher halte ich mich nach der Zeit mit meinen Anweisungen zurück und man hört auch durchaus mal den Satz "Tut jetzt mal so, als wäre ich gar nicht da" von mir. Schön ist es immer, wenn bei Einzelportraits eine Freundin oder ein Freund der Person dabei ist und ein paar Witze macht und so für ein natürliches Lachen sorgt.
Versucht euch beim Thema Posing einfach ein bisschen in die Personen hineinzuversetzen. Ihr werdet schnell merken, ob es sich um jemanden handelt, der lieber ein paar mehr Anweisungen haben möchte, oder ob die Person auch selbst gute Ideen hat und sich selber mehr einbringen möchte. 
6. Der Abschluss
Zu Ende des Shootings werden - nach Wunsch - noch einmal alle Fotos angeschaut. Dann werden noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen gefasst und geklärt:
-Wie sieht es ggf. mit der Bezahlung aus? --> bekommen eure Kunden eine Rechnung, bezahlen sie bar, gibt es eine Quittung?
-Wie viele Fotos dürfen sie sich aussuchen, in welcher Form bekommen sie diese (per CD, als Print, oder zum Download über Dropbox o.Ä.)?
-Wie genau können sie sich die Fotos zum Bearbeiten aussuchen? (wird es direkt vor Ort gemacht, bekommen sie eine Online-galerie dafür?)
-Wann können sie mit den Fotos rechnen?
-andere offene Punkte, die sich evtl. aus dem Shooting ergeben haben
Schreibt euch in jedem Fall die Kontaktdaten der Personen auf, so habt ihr die Möglichkeit im Zweifelsfall noch einmal nachzufragen. 
Zu guter Letzt gebt euren Kunden/Models gerne noch ein paar Visitenkarten mit und bittet auch darum, dass sie euch weiterempfehlen (ein bisschen Eigenwerbung hat schließlich noch nie geschadet ;)).
7.  Nachbereitung
Im Nachhinein werden dann wie mit dem Kunden/Model besprochen die Fotos bearbeitet und zur Verfügung gestellt. Fragt hier auch gerne nochmal nach Meinungen oder Verbesserungsvorschlägen fürs nächste Mal und bedankt euch noch einmal für den Auftrag/die Zusammenarbeit. 
Falls ihr die Fotos auf Facebook oder eurem Blog zeigen möchtet, macht dies auf keinen Fall ohne zu fragen. Es ist manchmal ein bisschen unangenehm, das zu fragen, aber auch ein ehrliches "Nein, ich möchte nicht, dass meine Fotos gezeigt werden" ist ja in den meisten Fällen nur gut gemeint und hat einfach damit zu tun, dass viele Menschen nicht so viel von sich im Internet haben möchten. 
...wenn diese Punkte dann alle geklärt sind, ist der Auftrag für euch abgeschlossen und ihr dürft euch erneut auf die Suche und an die Vorbereitung von neuen Shootings machen.. :)

Ich hoffe diese kleine Reihe hat euch gefallen und hat vielleicht auch noch dem ein oder anderen ein bisschen geholfen. Ich freue mich riesig über Meinungen! ♥



Portraits fotografieren - Teil 1 - Planung

Freitag, 3. Oktober 2014 | 12 Kommentare

Ihr Lieben.
Im heutigen Post möchte ich ein bisschen darüber erzählen, wie ich an Portraits rangehe und was mir bei solchen Shootings wichtig ist.
Dabei soll es in diesem Post eher ein bisschen darüber gehen, was im Vorhinein zu planen und beachten ist und im zweiten Post möchte ich über das eigentliche Shooting sprechen.
Es wird also wieder viel Text geben, aber bei diesem Thema lässt sich das leider nicht ganz vermeiden ;)
1. DAS ERSTE GESPRÄCH
Jedes Shooting beginnt in der Regel mit einem ersten Gespräch mit dem Kunden oder eurem Model. Hier solltet ihr zunächst einmal so genau wie möglich klären, was für Fotos gewünscht sind und ob die Vorstellungen zu Euren Möglichkeiten und zu Eurem Bildstil passt. Jemand, der beispielsweise ganz klassische Studioportraits haben möchte, wäre bei mir falsch aufgehoben. Diese Punkte sollte man von Anfang an klären und im Zweifelsfall auch ruhig nein sagen, wenn man sich sicher ist, dass man die Wünsche nicht umsetzen kann. Wenn aber beide Seiten zusammen passen, was zum Glück oft ja der Fall ist, geht es weiter mit der Planung.

2. PREISE
Als nächstes wird in der Regel der Preis für das Shooting geklärt. Ist dem Kunden bewusst, wie viel er euch zahlen muss, wie sieht es mit zusätzlich bearbeiteten Bildern aus oder auch Prints? Hier ist es mir immer wichtig, von Anfang an ganz klar darüber zu sprechen. Ich möchte nicht, dass meine Kunden nachher unangenehm mit einer unerwartet hohen Rechnung überrascht werden. Außerdem gibt es auch Euch ein ungutes Gefühl, wenn der Kunde damit unzufrieden ist. Von Anfang an mit offenen Karten spielen ist hier also meine Devise. 
Wenn ihr natürlich ein Model für ein Shooting habt, solltet ihr klären, ob das Shooting auf TFP Basis stattfindet (sprich für Model und Fotografen kostenlos) oder ob ihr dem Model Geld bezahlen müsst. 
3. BILDIDEEN
Ist auch das Finanzielle geklärt und wurde ein Termin für das Shooting festgelegt, geht es darum, die genauen Bildideen und Vorstellungen auf eine gemeinsame Basis zu bringen. Hier frage ich immer, ob bestimmte Bilder gewünscht sind, oder ob man mir die Gestaltung überlassen möchte. Prinzipiell ist natürlich beides möglich und beides ist auch gleich gut umsetzbar. Hat der Kunde seine eigenen Ideen, schadet es aber nicht, sich die Bilder im Vorhinein zeigen zu lassen um ein Gefühl zu haben, was der Kunde möchte. 
Anders herum ist es natürlich genauso denkbar. Shootet ihr mit einem Model, schadet es mit Sicherheit nicht eurem Model ein kurzes sogenanntes "Moodboard" zu schicken, welches verschiedene Stimmungen und Eindrücke zeigt, wie ihr euch das Shooting und die Bilder in etwa vorstellt.
Beispiel eines meiner Moodboards für ein Meershooting, welches dann leider aufgrund von schlechtem Wetter abgesagt werden musste...
4. LOCATION
Aufbauend auf die Bildideen wird dann die geeignete Location gesucht. Achtet hier auf jeden Fall darauf, dass die Loaction zu den Bildideen passt. Jemand, der romantische Portraits mit einem langen rosa Traumkleid haben möchte, passt in der Regel nicht in einen Lost Place mit Graffitti an der Wand. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass ihr einen ruhigen Hintergrund habt. Achtet darauf, dass beispielsweise keine fahrenden Autos im Hintergrund zu sehen sind (außer dies ist gewollt) oder irgendetwas, das stören könnte. Wichtig ist auch, dass der Ort von wenigen Menschen besucht wird. Die meisten Personen haben ja noch nicht so oft ein Fotoshooting gehabt und sollen sich hinter der Kamera ja wohl fühlen - mit ständigen Kommentaren von Passanten kann es schnell nervig und angespannt werden. ACHTUNG: Bei einigen Locations benötigt ihr eine offizielle Erlaubnis zum Fotografieren, zum Beispiel in einigen Botanischen Gärten oder auch in Parkanlagen, etc. Seid ihr euch hier unsicher, klärt dies gleich zu Beginn ab. Die zugehörige Stadt oder Gemeinde kann Euch oft weiterhelfen und sei es auch nur, indem sie Euch an den entsprechenden Ansprechpartner verweisen.
Stellt euch dieses Bild mit der gleichen Pose in einer anderen Umgebung, beispielsweise auf einem einfachen asphaltierten Platz vor: es wäre einfach nicht das Gleiche!
5. KLEIDUNG UND STYLING
Auch hier gilt: Kleidung und Styling sollte in jedem Fall zu der Bildidee passen. Versucht euch bei diesem Thema ein bisschen einzufühlen, inwieweit der Kunde hier Hilfe benötigt und haben möchte, oder gerne selber entscheiden möchte, was er anziehen wird. Mein Grundsatz Nummer 1 lautet immer: Kleidung, in der man sich wohl fühlt und die man gerne trägt. Im Frühling und Sommer mag ich immer helle, pastellfarbene Kleidungsstücke sehr gerne und im Herbst die klassischen Herbstfarben. Im Winter darfs dann auch gerne mal eine dicke Winterjacke mit schönen Handschuhen und Mütze sein. Der Kunde sollte aber in keinem Fall das Gefühl haben, sich verkleiden zu müssen, denn dann werden die Fotos auch nicht ihn selbst zeigen... :)
Das Styling halte ich bei "normalen" Kundenshootings immer sehr neutral. In der Regel stylen die Kunden sich selber. Ein guter Tipp ist hier immer: der Style sollte so sein, wie man es auch im Alltag tragen würde. Ein bisschen Make up, Rouge, ein dezenter Lippenstift und leicht betonte Augen sind eigentlich nie verkehrt. Wichtig ist hier aber: weniger ist mehr. Bittet die Kunden lieber, Make up für den Fall der Fälle mitzunehmen, denn mehr geht immer, aber vor Ort abschminken ist immer ein bisschen schwieriger.. ;)
Hier passt natürlich alles sehr schön zusammen. Das dezente Make-up, die Blumen in den Haaren und das helle, pastellfarbene Kleid passen perfekt zu den Seifenblasen und dem romantischen Bildlook. Würde sie beispielsweise eine Lederjacke mit Nieten tragen, wäre das Bild wieder etwas komplett Anderes... 
 Zu guter Letzt bleibt noch zu sagen: Ich hoffe, dass euch dieser erste Teil der Portraits-fotografieren-Reihe gefallen hat und in Kürze gibt es dazu den zweiten Teil "Das eigentliche Shooting"!

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