Ein halbes Jahr Unendlichkeit

Mittwoch, 25. Mai 2016 | 5 Kommentare

Und dann hieß es Abschied sagen. Irgendwann nach einem halben Jahr Unendlichkeit. Zurück nach Deutschland. Nicht nur auf in ein neues altes Land, was Du jetzt mit anderen Augen sehen würdest. Auch auf in dein altes neues Leben, was sich verändern würde. Ein Lebensabschnitt war vorbei. Genau genommen zwei. Der große Lebensabschnitt Studium und der kleine Lebensabschnitt Auslandssemester. 

Wehendes Kleid am Strand
Brücke in Lissabon

Du gingst durch die Straßen, die Du ein halbes Jahr lang Heimat genannt hast. Gingst ein letztes Mal durch die Gassen, die so klein waren, dass kaum ein Auto dazwischen passte. Besuchtest alle deine Lieblingsbars und Restaurants. All die Orte, an denen Du so viel erlebt hast, würden bald der Vergangenheit angehören. Da ist die Dachterasse Eurer Wohnung, auf der Ihr selbst im Dezember in der Sonne sitzen konntet. Da ist der Hot Dog Laden und die winzige Pizzeria, die Kantine der Uni, Deine Lieblingstapasbar, das Restaurant, wo es die beste Paella gab. Der Strand, an dem ihr alle gemeinsam so oft saßt, auch im Winter, in den Pausen der Uni. Die Kathedrale und der Hafen, an dem Ihr immer die Kreuzfahrtschiffe beobachtet hat. Der Platz mit den Sonnensegeln. Der Platz Deiner Ankunft, auch wenn er jetzt im Winter nicht so schön aussieht, weil die Sonnensegel abgebaut sind. 

Kathedrale in Spanien mit Palme
Portrait in Lissabon

Nach und nach reisten viele ab, das Semester war auch für sie vorbei. Und schließlich auch Ihr. Wenn Du damals dachtest, dass der Abschied in Deutschland schwer war, so war das Gehen jetzt vielleicht noch schwerer. Du musstest nicht nur einen Ort zurück lassen, an dem Du dich extrem wohl gefühlt hast, sondern auch Deine Freunde, die Leichtigkeit des Lebens hier, die Sonne. Aber auch zurück zu Deinen Freunden und Deiner Familie in Deutschland. Wieder ein Abschied, der mit so viel Neugier und Freude verbunden ist. Aber diesmal ein Abschied, der für immer sein würde, anders als damals. 

Meer mit Spiegelung der Sonne
Fotoshooting im Meer

Jetzt ist es fast drei Jahre her, seit Du ins Ausland gegangen bist. Drei Jahre und manchmal fühlt es sich so an wie gestern. Die Zeit rennt, aber die Erinnerungen bleiben. Du wirst die Zeit nie vergessen. Du wirst jedes mal ein kleines bisschen wehmütig, wenn Du an die Zeit denkst. Wehmütig, weil Du die Zeit vermisst und weil es sich nie wiederholen wird. Aber Cádiz ist für immer Dein Zuhause, irgendwie. Und vielleicht wirst Du eines Tages zurück kehren und die Stadt mit anderen Augen sehen. Aber bis dahin gibt es noch so viel zu erleben, so viel zu sehen. 
Und doch wird keine Reise diese Zeit je übertreffen.

Tanzen im Sonnenuntergang

Cádiz war eine unglaubliche schöne Zeit für mich, wie man hoffentlich in dieser Beitragsreihe spüren konnte. Ich habe in dem halben Jahr in Spanien so viele Erfahrungen sammeln dürfen, die ich sonst vermutlich in 3 Jahren nicht hätte sammeln können. Die Zeit hat mich geprägt und es war vielleicht die schönste Zeit meines Lebens - bis jetzt. :-) 
Spanien gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsländern, vielleicht ist es sogar DAS Lieblingsland schlechthin. Denn irgendwie zieht es mich an und ich war seit dem Auslandssemester jedes Jahr wieder da. Zwar immer irgendwo anders, aber dennoch. 
Zu meiner Zwillingsschwester ;) habe ich natürlich immer noch Kontakt, auch wenn wir mittlerweile nicht mehr in der gleichen Stadt wohnen. Erst gerade, als ich diesen Beitrag geschrieben hab, hat sie mir ein Lied aus der Spanienzeit geschickt, so, als könnte sie wieder mal meine Gedanken lesen. 
Trotz der tollen Zeit in Spanien könnte ich mir nicht vorstellen, für eine unbegrenzte Zeit ins Ausland zu gehen. Die Zeit war super, aber vielleicht war sie auch gerade super, weil sie begrenzt war und weil ich wusste, ich komme zurück. Ich könnte meine Freunde und meine Familie einfach nicht einfach so hier lassen, dazu bin ich einfach ein viel zu großer Familienmensch. Und auch wenn ich über viele Dinge in Deutschland anders denke und mich über Vieles hier ärgere: in Spanien ist es auch nicht besser. Vielleicht ist das Leben dort unbeschwerter, weil die Personen einfach eine andere Einstellung gegenüber Problemen haben. Aber mit Sicherheit ist das Leben dort nicht an sich besser oder einfacher. 
Es war eine tolle Zeit. Ich habe das halbe Jahr in Spanien geliebt. Aber ich mag auch mein Leben in Deutschland hier ziemlich gerne. <3

die anderen Posts zu meinem Auslandssemester: >>Teil 1<< // >>Teil2<< // >>Teil 3<< // >>Teil 4<< 

Zuhause ist ein Ort in Deinem Herzen

Mittwoch, 18. Mai 2016 | 7 Kommentare

Du bist so glücklich hier. Trotz all der Unterschiede, trotz den Sprachbarrieren, trotz dessen, dass Du hier mehr oder weniger alleine bist, bist zu zufrieden. 
Die Tage verbringst Du auf der Dachterasse oder am Strand, wenn Du nicht in der Uni bist. Die Uni ist blöd, anders als in Deutschland. Man muss richtig viel lernen, viel auswendig lernen, und Du musst alle Klausuren bestehen, sonst musst Du das Semester wiederholen. Das nervt, so richtig sogar. Weil Du eigentlich lieber den ganzen Tag nur am Strand liegen würdest. 
Aber dann ist da wieder die Sonne und macht alles gut. 
Straße in Chefchaouen mit Sonnenlicht
Person in Chefchaouen
Details von Chefchaouen
Du hast neue Freunde gefunden, die Dich hier in dieser Zeit begleiten. Eine davon ganz besonders. Ihr teilt so viel. Ihr kanntet Euch nur kurz vor dem Auslandssemester und sie ist Dir so wichtig geworden, wie wenige andere Menschen in Deinem Leben. Es gruselt Dich schon fast, so ähnlich seid Ihr Euch. So ähnlich, dass Ihr eines Tages in Spanien sogar gefragt werdet, ob Ihr Zwillingsschwestern seid. Ihr lacht darüber, aber als es ein zweites Mal passiert, gewöhnt Ihr Euch langsam gerne daran, weil ihr es ja selber so ungewöhnlich findet, wie gut Ihr Euch versteht. Ab dem Moment an habt ihr beide die Schwester, die ihr sonst nie hattet. Nur eben eine Schwester, die wie eine Freundin ist. 
Je älter man wird, umso schwerer ist es, Menschen zu finden, die gleich sind. Die gleich denken, die gleich fühlen, die gleiche Ansichten haben. Das alles passt bei Euch und das alles ist nur durch einen Wink des Schicksals entstanden. Schicksal möchtest Du es eigentlich gar nicht nennen, weil es so ein großer Zufall ist, dass es eigentlich nicht mehr Schicksal genannt werden sollte. 
Mädels in Spanien
Sonnenuntergang La Caleta
Und so kannst Du Dich an das Leben in Spanien gewöhnen, ziemlich gut sogar. Die Reisen, Du siehst und erlebst so viel. Du lebst in einer Blase, Du bekommst nicht  viel mit von der Welt außen und eigentlich ist das schlimm, aber für ein halbes Jahr ist das auch mal ganz in Ordnung. Diese Eindrücke, dieses spanische Leben, diese Lebensfreude, all das hast Du längst verinnerlicht, in Dich aufgenommen und es ist ein Teil von Dir geworden. Du weißt schon jetzt, es wird Dinge geben, die Du nicht mehr verstehen wirst, wenn Du zurück in Deutschland bist. 
Auch wenn es lächerlich klingt, in Dir drin, ein kleiner Teil von Dir, vielleicht 5-10 % fühlt sich als Spanierin. Weil das hier Dein Zuhause ist. In diesem halben Jahr, aber irgendwie auch danach wird es immer Dein Zuhause gewesen sein. Zuhause ist keine Adresse. Zuhause ist nicht nur ein bestimmter Ort. Zuhause heißt nicht da sein, da wohnen. Zuhause ist ein Ort in Deinem Herzen. 
Sonnenuntergang La Caleta
Sonnenuntergang La Caleta
schöner Brunnen in Spanien

You said it wouldn't be easy

Freitag, 13. Mai 2016 | 17 Kommentare

Portrait mit gelben Blumen
emotionales Portrait mit Blumen
emotionales schwarz weiß Portrait
Portrait mit blühendem Busch im Frühling
emotionales Portrait im Frühling
schwarz weiß Portrait im Frühling
lachendes Portrait mit gelben Blumen
gelbe Blumen Portraitfoto
 Auf den Bildern: Johanna // Fotos & Bearbeitung: Ich

>>Hier<< könnt Ihr Euch den ersten Teil des Shootings noch einmal anschauen

Tage wie diese

Mittwoch, 11. Mai 2016 | 5 Kommentare


Es war einer der schlimmsten Tage in Spanien und dann irgendwie der Schönste.
Du lebst in Spanien. Es ist alles so perfekt, auch wenn Du das Wort perfekt gar nicht magst, aber perfekt ist irgendwie das Einzige, was es beschreiben könnte. Das hier ist DEINS, geteilt mit ein paar wenigen Personen, die in der gleichen Situation sind wie Du. Du weißt, die anderen Zuhause können nicht verstehen, nicht komplett verstehen zumindest, wie es sich anfühlt. Das kannst Du ja selber kaum.

Düne an der Costa de la luz
Felsen in der Brandung an der Costa de la luz

Du teilst so viel mit ihnen, aber das hier ist doch irgendwie anders. Es sind zwei Welten die auf einander treffen und so schwer zu vereinbaren sind. Es ist wie eine große lange Reise, eine Reise ohne viele Verpflichtungen. Ein Teil Deiner Freunde macht auch gerade ein Auslandssemester und ihnen geht es ähnlich. Doch auch ihr könnt das Gefühl der jeweils anderen nicht komplett nachvollziehen. Es ist, als würde jedes Land, in dem ihr studiert, jeder Ort seine ganz eigene Geschichte schreiben. Jeder von Euch schreibt seine eigene Geschichte, so weit weg von dem eigentlichen Zuhause und keine Geschichte gleicht sich. Das Leben Zuhause und das Leben in Spanien ist etwas komplett anderes. Da gibt es nicht viel aufzuzählen, weil es kurz gesagt eigentlich nur ein Wort dafür gibt, was anders ist: Alles. Der Ort, die Sprache, die Menschen, das Wetter, Deine Freunde, einfach alles.

Und das ist nicht immer nur einfach. Das stellt auf die Probe, das ist schwer. Und deswegen bist Du auch nicht immer nur glücklich in Spanien. Es wäre perfekt, wenn Dein Leben Zuhause Dein Leben in Spanien wäre. Wenn die Personen, die Zuhause sind, in Spanien wären. 
Nur dann wäre es ja irgendwie wieder nicht Spanien. 

Solche Gedanken gehören dazu, und auch wenn Du kein Heimweh hast, es nie hattest in dieser Zeit, gibt es dennoch Momente, wo es Dir mal nicht so gut geht. 
Aber auch dafür gibt es Freunde, die Dich auffangen. Und dann merkst Du erst, was all das hier bedeutet.


So seid ihr ins Auto gestiegen und einfach los gefahren, die Küste entlang, das Meer im Blick, der Wind im Rücken. Die Sonne hat auf Deiner Haut geprickelt, wie eigentlich jeden Tag, aber jetzt hast Du es bewusster wahrgenommen. Mit der Sonnenbrille auf der Nase schaust Du in den Himmel und da sind keine Wolken, strahlendes Blau, das eigentlich zu schön ist, um echt zu sein.
Und obwohl Du am Anfang noch nicht überzeugt warst, wurde im Laufe des Tages aus einem kleinen Lächeln ein Lachen. Und während Du oben auf der Düne saßt und Dir den Sand durch die Finger rinnen ließt, das Meer vor Dir, die unendliche Weite, da fingst Du an zu akzeptieren. Hier ist hier.
Und Du konntest Dir in diesem Moment keinen schöneren Ort vorstellen, an dem Du lieber wärst.


Teil 3 meiner Spanien Geschichte. Teil 1 gibt es >>hier<< und Teil 2 >>hier<<.

Nächsten Mittwoch kommt Teil 4 online, schaut wieder rein, wenn es Euch gefallen hat <3

Sommer im Frühling

Sonntag, 8. Mai 2016 | 8 Kommentare

Frühlingsshooting Osnabrück
Frühlingsshooting Osnabrück
Portrait Magnolie Osnabrück
Portrait Magnolie Osnabrück
Portrait lachend Blüten
Portrait lachend Blüten
 auf den Fotos: Johanna // Bilder & Bearbeitung: Ich

Es ist Frühling! Oder sollte ich sagen Sommer? Egal, Hauptsache es ist warm. Dieses Shooting fand vor zwei (?) Wochen statt, als es leider noch nicht warm war. Im Gegenteil - wir haben eher die Zeit genutzt und mussten dann aufgrund eines Gewitters aufhören. Aber jetzt ist hier der Sommer angekommen. Ich liebe es, auf dem Balkon zu liegen und einfach überhaupt ganz viel Zeit draußen zu verbringen. Ich hab automatisch gute Laune bei diesem Wetter - so kann es bleiben!! :)

Fremd und vertraut zugleich

Mittwoch, 4. Mai 2016 | 10 Kommentare

Und dann bist du gegangen. Hast alles hinter dir gelassen, was dich in den letzten Jahren und Monaten begleitet hat. All die Personen, die bekannte Umgebung, die Gewohnheit. 
Am Schlimmsten war die Angst  vor dem Abschied. Du hasst Tschüss sagen doch so sehr. Du wusstest, dieser Moment, der würde das Schlimmste werden. Und danach würde es gut sein. 
Und dann warst Du weg. Bist durch die Flughafenabsperrung gegangen. Die Rolltreppe hoch, hast Dich noch einmal umgedreht, die anderen hinter Dir gelassen. Und dann warst Du weg. Hast ein Leben hinter Dir gelassen, für ein halbes Jahr.

Und dann warst Du da. In einem Land, von dem du irgendwann mal dachtest, dass Du die Sprache einigermaßen gut sprichst. Doch sie alle reden mit Akzent, einem unfassbar starken Akzent, sodass Du maximal die Hälfte verstehst. Vorausgesetzt Du konzentrierst Dich. Doch es ist egal. Sie sind alle so nett hier, sie lächeln Dich an und irgendwie geben sie Dir das Gefühl, schon jetzt Zuhause zu sein. 

Du kennst genau eine Person in dieser Stadt und mit ihr wirst Du nun das nächste halbe Jahr verbringen. Ihr kennt Euch noch nicht lange, eigentlich kaum, doch irgendwie seid ihr schon jetzt richtig gute Freunde geworden.                   
Fischerboote am Strand von Cádiz
Fischerboote am Strand von Cádiz
Lichtdurchfluteter Platz in Cádiz

Und diese Stadt, sie hat Dich angelächelt.
Es war Liebe auf den zweiten Blick. Aber es war Liebe. Sie hat dich angelächelt. Nur wenige Minuten nach Deiner Ankunft hatte diese Stadt Dich in ihren Bann gezogen.
Die hellen Häuser, angestrahlt vom Sonnenlicht, es fühlte sich so unwirklich an.
Dieser Moment, als Du auf dem großen, hellen Platz mit den Sonnensegeln inmitten von Palmen standest, das war der unrealistischste Moment in Deinem Leben. Es war wie in einem Traum, so unwirklich, aber gleichzeitig einfach real, zum Greifen nah. Es war fremd und vertraut zugleich.

Und in diesen Momenten spätestens, schon jetzt, hatte sich jeder Zweifel gelegt. Es ist gut, all das ist gut. Das Negative siehst Du nicht, vielleicht gibt es auch gar nichts Negatives oder wenn, dann blendest Du es aus. Weil es hier wie im Sommer ist, immer, und weil das hier die Zeit Deines Lebens wird.  Du würdest es nicht bereuen, nie. Wie könntest Du hier nicht glücklich sein, hier, wo immer die Sonne scheint, wo es im Winter so ist wie in Deutschland im Frühling und wo das Leben so auf der Straße tobt. Du wusstest, diese Zeit würde Dich verändern. Für immer. Es würde einen gänzlich anderen Menschen aus Dir machen.

Und eigentlich hatte die größte Veränderung doch schon stattgefunden, in diesen ersten Momenten. Das Auslandssemester war immer irgendwo zwischen größtem Wunsch erfüllen und größte Angst überwinden. Und direkt am Anfang wusstest Du, es geht. Die Angst war überwunden, einfach so. Du warst angekommen. Und bereit, Dein altes Leben für ein halbes Jahr hinter Dir zu lassen.

Strand von Cádiz im Abendlicht
Kathedrale von Cádiz mit Palmen
Playa la Caleta bei Sonnenuntergang
Playa la Caleta in Cádiz
Blick auf die Kathedrale von Cádiz
 Bild#1&2: Fischerboote am Strand von Cádiz // #3: Rathausplatz in Cádiz // #4: Am Strand von Cádiz // #5: Kathedrale von Cádiz // #6-7: Strand von Cádiz // #8: Blick auf die Kathedrale

Heute gibt es ganz viel Cádiz - Liebe in diesem Post. Ich habe mich in diese Stadt verliebt und zwar vom ersten Moment meines Auslandssemesters an. Ich konnte da zwar keinen verstehen, weil der Akzent schrecklich war, aber egal, ich hatte mich einfach verliebt in die Stadt. Und wenn ihr Euch die Fotos anschaut, dann wisst ihr vielleicht auch warum. :) Cádiz ist eine Stadt in Andalusien, ganz im Süden von Spanien und ist eine Halbinsel, d.h. von drei Seiten mit Meer umgeben und nur eine kleine Landzunge verbindet es zum Festland. Es gibt mit Sicherheit größere und noch schönere Städte, denn Cádiz hat gerade mal 120.000 Einwohner. Für mich war es aber mehr als perfekt. Diese kleine süße Stadt hat einfach so viel Charme, sie ist so normal, so wenig abgehoben, dort spielt sich das ganz normale spanische Leben ab. Und zum Studieren ist es auch perfekt. Ich habe nur wenige Meter vom Strand gewohnt, den ihr hier auch auf den Bildern seht. Und dort war auch meine Uni. Studieren am Strand, willkommen in meiner kleinen Traumwelt, die aber doch für ein halbes Jahr lang ziemlich real war. :)

Ich hoffe, auch dieser Post hat Euch wieder ähnlich gut gefallen, wie mein erster Post zum Auslandssemester. Wer den verpasst hat, sollte >>hier<< unbedingt noch einmal schauen. 
Und wem die neue Blogreihe bei mir gefällt, der sollte auch unbedingt nächsten Mittwoch wieder reinschauen, dann da kommt wieder ein neuer Post zu meinem Auslandssemester online. :)

Gastbeitrag: Sarah - Ich bin ich – Und wer bist du wirklich?

Sonntag, 1. Mai 2016 | 6 Kommentare


Träumer. Stark. Liebende. Sensibel. Kind der Sonne. Nachdenklich. Quatsch-Liese. Warmherzig. Direkt. Verrückt.

Fotoshooting mit Kirschblüten

Dies sind nur ein paar Wörter, die meine Familie und Freunde für mich finden, wenn sie mich beschreiben müssen. Ich für meinen Teil, kann mich mit ihnen identifizieren und die Liste noch viel weiter führen. Doch das mache ich für mich selber im Stillen. Ich weiß, wer ich bin, mit all meiner Komplexität, all meinen Facetten und Eigenschaften. Von Jahr zu Jahr entwickelt sich mein Ich weiter und verändert sich in seinem Wesen. Das Grundgerüst bleibt, denn das haben wir als Kind schon mit auf den Weg bekommen. Was wir daraus machen, obliegt allein uns, auch wenn äußere Einflüsse aktiv mitwirken. Was wir uns davon annehmen, liegt an uns. Ich habe mich durch gewisse Lebensumstände und Erfahrungen prägen lassen, von manchen hat man Narben und Blessuren davon getragen, doch sie waren notwendig, damit ich zu der Person werde, die ich heute bin. Es gab bis vor nicht allzu langer Zeit Situationen, in denen ich mich für andere zerrissen habe. Ich habe deren Bedürfnisse vor meine gestellt und mich dabei völlig aus den Augen verloren. Ich meinte, Abstriche machen zu müssen und mich anzupassen, was meiner Natur völlig wiederstrebte. Auch wenn ich weiß, wer ich bin, haben sich die Weichen für mich mal verschoben. Es gibt Momente im Leben, in denen man an sich zweifelt und man einfach nicht weiß, wo man steht oder gar wo man hin möchte. Solche Zeiten sind notwendig für uns, um einfach mal in sich zu gehen und ganz genau hinzuhören, was das Herz und der Kopf einem sagen. Dabei entdeckt man seine Stärken und Schwächen, Vorlieben, Leidenschaften und die persönliche Einstellung zu Denk- und Handlungsweisen. Keiner wird dich je so gut kennen und verstehen, wie du dich selbst. Und das muss auch keiner. Denn du musst mit dir selbst leben können.

Fotoshooting mit Kirschblüten
Je älter ich werde, umso komplexer werde ich in meinen Eigenschaften, meinen Vorstellungen und meinen Lebenseinstellungen. Für den einen bleibt man ein Geheimnis, für den anderen ist man ein offenes Buch. Die Entscheidung bleibt bei einem selbst, wem man sein wahres Ich offenbart und wer nur ein Teil von einem kennen lernen darf. Letzend endlich weißt nur Du, wer Du wirklich bist.

Fotoshooting mit Kirschblüten

Es ist ein langer und manchmal auch anstrengender Weg, zu seinem Ich zu finden und dies geschieht leider nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess der Verwandlung. Doch wichtig ist, dass man sich selbst akzeptiert, mit all seinen Bedürfnissen und Ansprüchen. Vor allem, dass man sich treu bleibt.  
Ich weiß, wer ich bin! Und wer bist du wirklich?

Fotoshooting mit Kirschblüten

Text: Sarah
Auf den Bildern: Sarah, fotografiert und bearbeitet von mir

Heute ist wieder der erste Sonntag im Montag und das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass es wieder Zeit für einen Post von Sarah ist. Heute seht ihr auch endlich mal Sarah. Die Bilder habe ich zwar schon vor einiger Zeit gezeigt und einige kennen sie vielleicht. Aber es sind ja auch doch ein paar neue Leser dazu gekommen. Zeitlich passte es einfach wundervoll zur Jahreszeit mit den tollen Kirschblüten und Magnolien.
Ihr wisst nun endlich, wer das Gesicht zu diesen Texten ist :) 
Lasst uns auch diesmal wissen, wie ihr den Beitrag findet, Sarah und ich sind schon ganz gespannt :)
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